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Montag, 1. März 2021
Die Sphinx von Genf
Am Wochenende wanderte ich ausnahmsweise mal nicht. Am Samstag ging ich freilich auf Rekotour für einen Artikel, reiste zuerst nach Basel und dann nach Genf, fuhr somit, inklusive Heimreise, mehr als sieben Stunden Zug. In Genf fotografierte ich in der Rue du Mont-Blanc, die vom Bahnhof Cornavin hinab zum See führt, eine Sphinx. Der Bildhauer François Lempereur schuf 1855 gleich deren zwei. Die Zwillinge flankierten ein grosses Hotel, das Hôtel de Russie. Als dieses in den 1960er-Jahren abgebrochen wurde, gingen die Sphingen an den Betreiber eines Campingplatzes in Avenches. 1982 kaufte die Stadt Genf die Mischwesen – eine Sphinx ist ein Mensch mit Löwenleib – zurück. Seither stehen sie dort in der Fussgängerzone.
Sonntag, 28. Februar 2021
Holz weg
In meiner Gemeinde Zollikon – ich wohne im Ortsteil Zollikerberg – gibt es hübsche Waldhütten, die jedermann nützen kann. Die Spitzhütte zum Beispiel. Der örtliche Verschönerungsverein stellt vor Ort das Holz zum Feuern bereit. Wie ich kürzlich dem "Zolliker Zumiker Boten" entnahm, gibt es allerdings Leute, die fahren mit dem Auto vor und transportieren die Scheiter ab. Zu sich nach Hause, zum Beispiel fürs Cheminée. Ich war fassungslos, als ich das las, hoffe nun aber, dass solches nicht nur in Zollikon passiert. Andernfalls wäre ich doppelt so konsterniert.
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| Die Spitzhütte auf der Homepage unseres Verschönerungsvereins. |
Samstag, 27. Februar 2021
Turmtour
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| Die Limmat und Zürich vom Turm der Peterskirche. |
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| Zwei der fünf Glocken im Glockenstuhl. |
Das waren gestern zwei eindrückliche Stunden. Mit dem Turmwart durfte ich den Turm von St. Peter in Zürich besteigen für einen Artikel, den ich plane. Ich sah den Glockenstuhl. Die Stube des Turmwächters von einst. Alte, nicht mehr gebrauchte Uhrwerke. Und vieles mehr. Zu sehr ins Detail gehen möchte ich nicht, denn ich will nicht hier schon preisgeben, was später im Artikel stehen wird. Sagen wir stattdessen etwas zur Peterskirche als Ganzes. Erbaut um 790 auf einem Moränenhügel, ist sie Zürichs älteste Kirche. Fraumünster und Grossmünster mögen heutzutage bekannter sein, sind aber jünger und waren aus historischer Sicht auch ganz anders ausgerichtet. Sie gehörten zu Klöstern, standen für das Mönchtum, wohingegen St. Peter seit Anbeginn eine Stadtkirche war, bestimmt für Predigten und die Seelsorge. Ein Kuriosum unserer Gegenwart ist, dass St. Peter samt Umschwung der Kirchgemeinde gehört, der Turm selber hingegen, abgesehen von den Glocken und dem Glockenstuhl, der Stadt. Das ist durchaus erklärlich, wenn man bedenkt, dass von der Turmspitze der Feuerwächter seines Amtes waltete, das ganz und gar weltlich war. All dies und unendlich viel mehr erfuhr ich im Gespräch mit Turmwart Rudolf H. Röttinger. Wenn ich nicht grad den Gehörschutz aufhatte, weil die Glocken läuteten.
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| Manuell betriebene Sirene und das Bett des Turmwächters von einst in der Stube ganz zuoberst. |
Freitag, 26. Februar 2021
Sie trugen graues Lodentuch
In der neusten Ausgabe der "Schweizer Familie" (Nr. 8) erkläre ich die Namen aller Kantone und Kantonshauptorte. Genauer gesagt referiere ich, was Ortsnamenforscher herausgefunden haben, Hauptquelle ist die wissenschaftliche Datenbank ortsnamen.ch. Beim Zusammentragen der Information lernte ich selber viel Neues. Hier drei Dinge, wer mehr wissen will, kauft sich das Heft.
- Der Kanton Graubünden ist aus drei regionalen Bündnissen hervorgegangen, deren wichtigster der Graue Bund war. Woher aber rührt die Farbbezeichnung im Namen des Bundes, Grau? Vermulich daher, dass die Leute im entsprechenden Gebiet graues Lodentuch trugen.
- "Zug" hat mit der Fischerei im Gebiet zu tun, mit dem "Einziehen" der Netze. Ursprünglich waren es die Chamer, die im Gebiet der Stadt Zug die Fischereirechte hielten.
- Im Namen Waadt, französisch "Vaud", steckt nicht ein Watt, ein Sumpfgebiet. Sondern ein Wald.
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| Eine Seite aus meinem Artikel. |
Donnerstag, 25. Februar 2021
35 Kilo Wolle
| Schafwolle. (Ken Hammeond / Wikicommons) |
Mittwoch, 24. Februar 2021
Kulaar singt
Dienstag, 23. Februar 2021
Als Basel in der Zukunft lebte
- Um ein Uhr nachts bricht die zweite Stunde des Tages an.
- Um zwölf Uhr mittags bricht die dreizehnte Stunde des Tages an.
- Um siebzehn Uhr abends bricht die achtzehnte Stunde des Tages an.
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| Die Sonnenuhr am Basler Münster. (S. Wetzel/Wikicommons) |









