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Donnerstag, 4. September 2014

Den Schilt schaffte ich nicht, aber...

Gestern morgen um neun, der Glärnisch (rechts) zeigt sich.
Du armes Disteli!
Eine harte Wanderung im Glarnerland liegt hinter mir, 5 1/2 Gehstunden, 811 Meter aufwärts und 1555 Meter abwärts. Aber auf dem Schilt war ich gestern nicht; Plan nicht ausgeführt. Ich fuhr frühmorgens mit dem Aeugstenbähnli zum Bärenboden hinauf, wanderte los, und bald schon putzte die Sonne den Hochnebel weg. Der Glärnisch zeigte sich über den Wolken, dann der Tödi. Das war magisch. Die Alp Begligen auf 1770 Metern war schon für den Winter verrammelt. Hernach kam ich langsam in den Schnee, der Aufstieg nach Rotärd, einem Pass auf 2216 Metern, war mühsam. Weit wäre es von dort zum Schilt nicht mehr gewesen. Die Kondition war kein Problem. Aber ich war allein unterwegs und daher vorsichtig. Der Schnee hatte etwas Perfides, er verdeckte die tiefen Löcher im verkarsteten Grund, ohne sie zu stopfen: Einsturzgefahr auf Schritt und Tritt. Ich verzichtete auf den Schilt, stieg von Rotärd ab zur Mürtschenfurggel, stieg weiter ab zur Alp Hummel, stieg noch weiter ab vorbei am Spaneggsee zum Talapsee, stieg schliesslich ab nach Filzbach, wo die Wanderung endete. Dreckig war ich am Schluss, die Pfade höher oben waren Bäche von Schmelzwasser gewesen, manche Alpen eine einzige Sumpffläche. Ist schon ein spezielles Wanderjahr. Aber schön wars. Und im Restauräntchen am Talalpsee hatte ich eine wirklich gute Gerstensuppe.
Der Mürtschenstock von Rotärd aus gesehen.

Donnerstag, 4. Juni 2026

Alp mit Aussicht

Reussebene und Urnersee zu Füssen: auf der Alp Schilt.
Die Alphütte.
Auf Schilt gibts Kaltes zu kaufen.
Wundervoll, diese Aussicht! Gut drei Stunden braucht man für den Aufstieg von Schattdorf, der Nachbargemeinde von Altdorf, zur Alp Schilt. Dort steht man hart an der Kante, erblickt unter sich die Reuss und den Urnersee und hat rundum natürlich jede Menge Berge von Krönten über Uri Rothorn und Rophaien bis Schächentaler Windgällen. Leicht dann der Abstieg, auf dem Erschliessungssträsschen geht es sanft abwärts zur Sonnenterrasse Haldi und mit dem Bähnli hinunter nach Schattdorf. Am Samstag waren wir zu viert auf dieser Route unterwegs und hatten jede Menge Spass. Von der Hitze war nichts zu spüren, wir waren die meiste Zeit im Wald unterwegs.
Der Aufstieg. Ein bisschen streng war die Sache schon: 1050 Hm
aufwärts, 450 Hm abwärts, Gehzeit etwas über 4 h.

Freitag, 5. Juni 2026

Norwegen im Urnerland

Die Haldikapelle auf ihrer Kuppe.
Hier wirtet ein freundlicher Mensch: "Bruno's Gästehaus".
Eigentlich wars mir zu heiss für Kafi Chrüter.
Aber Bruno ist halt ein guter Verkäufer.
Das Haldi, der Urner Gemeinde Schattdorf zugehörig und mit einer kleinen Seilbahn erschlossen, ist ein wundervoller Ort. Richtig überlaufen ist die ausladende Sonnenterrasse eigentlich nie. Man hat Platz, kann ein wenig wandern oder auch ausgiebig – gern würde ich einmal auf das Bälmeter Grätli steigen, das wir mitsamt anderen Bergzielen letzten Samstag vor Augen hatten, als wir zuerst über, dann auf dem Haldi unterwegs waren (siehe Eintrag von gestern über die Tour zur Alp Schilt). Gemütlich das Restaurant, in dem wir einkehrten. Der Wirt in "Bruno's Gästehaus" heisst – richtig! – Bruno. Er erzählte, dass er eigentlich Willisauer ist, also Luzerner, und legte für uns ein paar saftige Würste auf den Grill. So im Schatten, kalte Getränke auf dem Tisch und das Essen im Anzug, kam mir das Haldi vollends vor wie ein Paradies. Ein eigenes Kirchlein haben die dort oben übrigens auch. Die Haldikapelle, 1932 gebaut und ein beliebter Ort zum Heiraten, steht auf einer kleinen Hügelkuppe. Sie ist, las ich auf einer Infotafel, einer norwegischen Stabkirche nachempfunden.
Das Haldi (Bildmitte), gesehen von der Alp Schilt aus.
Der Einschnitt hinter dem Haldi ist das Schächental.

Mittwoch, 3. September 2014

Heut: Schilt!

Doofes Bild? Hey, das ist
ein gutgelaunter Wanderer.


Heute will ich das neue - oder doch einigermassen neue - Seilbähnli von Ennenda hinauf nach Bärenboden/Äugsten ausprobieren und dann den Schilt besteigen; man sagt, die Sicht von diesem Gipfel aufs Glarnerland sei grandios. Hernach, das mag ich besonders, habe ich Optionen: Ich kann wieder zur Bahn absteigen oder aber Richtung Kerenzerberg halten. Je nach Lust, körperlicher Verfassung und Laune. Die wiederum wird wesentlich davon abhängen, ob Hochnebel vorhanden ist und ich diesen überwinden kann. Der Tag wird es zeigen.