Gestern fuhr ich auf den Berner Hausberg Gurten - ein Interview. Lange her, das letzte Mal war ich 1989 oben. Während ich bei der Talstation der Standseilbahn in Wabern auf die Leute wartete, mit denen ich verabredet war, stellte ich fest: Oh, der Platz heisst "Mani-Matter-Platz". Seit zwei Jahren ist das so. Sicher keine schlechte Wahl der Gemeinde Köniz, zu der Wabern gehört: Musikalischer ist kaum ein Platz in der Region, hier stauen sich jeweils die Leute, wenn auf dem Gurten das jährliche Festival ist und das Bähnli nicht mehr nachkommt. Viel Charisma hat der Ort nicht, aber immerhin. In Bern selber gibt es auch eine Erinnerung an den Liedermacher Matter: den Mani-Matter-Stutz. Er ist unansehnlich und trist, die NZZ schrieb über ihn: "Eingezwängt zwischen der Westfassade des Rathauses und der christkatholischen Kirche, führt er vom Rathausplatz hinab zum Eingang eines Parkings. Wohnungen gibt's keine. Das Schild ist überflüssig: Es ist kein Ort zum Verweilen." Da ist der Platz bei der Gurtenbahn allemal schöner.Gesamtzahl der Seitenaufrufe
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Samstag, 6. Oktober 2018
Ein musikalischer Ort, immerhin
Gestern fuhr ich auf den Berner Hausberg Gurten - ein Interview. Lange her, das letzte Mal war ich 1989 oben. Während ich bei der Talstation der Standseilbahn in Wabern auf die Leute wartete, mit denen ich verabredet war, stellte ich fest: Oh, der Platz heisst "Mani-Matter-Platz". Seit zwei Jahren ist das so. Sicher keine schlechte Wahl der Gemeinde Köniz, zu der Wabern gehört: Musikalischer ist kaum ein Platz in der Region, hier stauen sich jeweils die Leute, wenn auf dem Gurten das jährliche Festival ist und das Bähnli nicht mehr nachkommt. Viel Charisma hat der Ort nicht, aber immerhin. In Bern selber gibt es auch eine Erinnerung an den Liedermacher Matter: den Mani-Matter-Stutz. Er ist unansehnlich und trist, die NZZ schrieb über ihn: "Eingezwängt zwischen der Westfassade des Rathauses und der christkatholischen Kirche, führt er vom Rathausplatz hinab zum Eingang eines Parkings. Wohnungen gibt's keine. Das Schild ist überflüssig: Es ist kein Ort zum Verweilen." Da ist der Platz bei der Gurtenbahn allemal schöner.Samstag, 25. Juli 2026
Büne und Lukas
Wir fuhren im vordersten Waggon des Zuges "Gurten" von Einsiedeln hinab nach Wädenswil, und mir fiel der etwas kryptische Spruch in Grossbuchstaben neben der Kamera auf: "Lukas the Lokomotivführer is watching you!" Ich fand ihn ein wenig launig, weswegen die Anspielung auf die Jim-Knopf-Geschichten, in denen der Lokführer Lukas heisst? Erst beim Aussteigen realisierte ich dann, dass der Waggon mit vielen anderen Dingen verziert ist, mit Bildern vor allem. Der Berner Büne Huber, "Patent Ochsner"-Sänger und Künstler, steht dahinter; er durfte für die Südostbahn den Waggon gestalten.
Freitag, 29. März 2013
Sandstein-Kathedrale
Wie ich in einem früheren Eintrag schrieb, stiegen wir kürzlich von Krauchthal auf die Chrüzflue, jenen Felsen, der den Ort überragt. Auf halbem Weg kamen wir zu dem gewaltigen Chrüzflue-Sandsteinbruch. Die glatten Wände, die Dominanz der Vertikalen, die natürliche Heiligkeit des Ortes liessen an eine Kathedrale denken. Dies ist einer von vier Sandstein-Abbau-Plätzen in Krauchthal; ein Sandsteinpfad verknüpft sie. Die Begehung dauert eine Stunde, man sieht alte Werkzeuge, und natürlich gibt es allerlei lehrreiche Tafeln und offenbar sogar ein Gästebuch aus Sandstein. Nun noch eine Definition: Wir reden von "Berner Sandstein"; als solcher gilt Sandstein, der vom Gurten, Ostermundigen oder eben Krauchthal stammt.Donnerstag, 1. November 2018
Drei Leute in zwei Porträts
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| Lo & Leduc. |
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| Max Göldi. |
Freitag, 15. Januar 2021
Die verschwundene Burg
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| Die Ruine Aegerten auf dem Gurten bei Bern in der Tschachtlanchronik aus dem Jahr 1470. (Adrian Michael / Zentralbibliothek Zürich / Wikicommons) |
Gestern lernte ich ein neues Wort: Burgstelle. Oder auch Altburgstelle. Oder Burgstall, worin sich kein "Stall" verbirgt, sondern die "Stelle". Auch von einer abgegangenen oder abgekommenen Burg redet man. All diese Ausdrücke bezeichnen eine Burg, von der praktisch nichts geblieben ist. Anders gesagt:
- Eine Burg ist eine Burg. Ein integrales Gemäuer mit Wänden usw.
- Eine Ruine ist die rudimentäre, reduzierte Ausgabe. Man erkennt noch gewisse Züge der Burg, zum Beispiel aufgrund von Mauerresten.
- Eine Burgstelle ist eine ehemalige Burg knapp vor dem Nichts. Eine Rekonstruktion des Grundrisses ist nicht möglich.

Dieselbe Ruine heute, der Halsgraben ist knapp
noch auszumachen. (Ginkgo2g/Wikiommons)
Dienstag, 13. April 2021
Eine sehr indirekte Route
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| Sorry, was ist das denn für eine Route? Pfungen – Winterthur auf sehr indirekte Art. |
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| Brätlen macht gute Laune. Immer. |
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| Auf dem Bergfried der Ruine Alt-Wülflingen, unten Winterthur. Links ein Teil des Brüelbergs. |
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