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Sonntag, 2. April 2017

Binggeli

Ein hübsches Büchlein aus dem Verlag Orell Füssli ist mir zugegangen, das sich als Geschenk eignet: "Fleischli, Luder, Schlumpf. Schweizer Namen - gründlich erklärt". Die Lektüre macht Spass umso mehr, als zu den dargelegten Nachnamen auch kleine Geschichten geboten werden. Hier nur ein Beispiel: Binggeli. Ein "Bingg" war einst im Dialekt ein kleiner, verwachsener Mensch; einer, der hinkte. Und das Geschlecht wurzelt im Schwarzenburgerland, in Albligen, Guggisberg, Rüschegg und Wahlern. Bekannte Namensträgerin ist Silvia Binggeli, die Chefredaktorin der "Annabelle", aufgewachsen in Guggisberg als Tochter einer Schweizerin und eines Guineers. Leute, mit denen sie zuerst am Telefon spricht, um sie dann zu treffen, reagierten jeweils verblüfft auf die Kombination aus breitem Berndeutsch, Urschweizer Name und dunkler Haut, erzählt sie. Und fest habe sie lachen müssen, als sie einmal frisch gedruckte Visitenkarten erhielt und feststellte, dass die zwei letzten Buchstaben ihres Namens vertauscht worden waren.

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