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Montag, 14. Januar 2013

Neid auf die Saucissonfraktion


Januarfrühling auf Schloss Laupen, mit Sonne und der glitzernden Sense.
Der Samstag gab uns eine Ahnung von Frühling mit. Nein, es war mehr: ein deutliches Gefühl. Die Sonne schien, grosszügig wärmte Licht die schneelose Landschaft im Westen Berns. Unsere Route, die etwas über 5 Stunden Gehzeit wollte, war toll: Von der Station Rosshäusern via Schnurrenmühle zur Saane, ihr entlang nach Laupen, hinauf zu dessen sensationellem Schloss, weiter zum Schlachtdenkmal auf dem Bramberg und via Heiteren nach Niederwangen. Den Zmittag nahmen wir im hablichen "Bären" zu Laupen,  ich hatte das Zitronenschnitzel, es war fein, und doch gestehe ich, das ganze Mahl über neidisch gewesen zu sein auf jene Dreier-Fraktion, die sich frei von Cholesterinfurcht den Waadtländer Saucisson leistete.

Sonntag, 13. Januar 2013

Ein Haus spricht

Hey, Leute, ich bin ein Haus im Gontenmoos zwischen Gontenbad und Jakobsbad, AI. Wenn Ihr den Barfussweg gemacht habt, kennt ihr mich. Ich stehe mitten im Golfplatz, daher der Schutzzaun. Wer will schon, dass ihm steinharte Bälle an die Fassade knallen!

Samstag, 12. Januar 2013

Berns Schicksalsort

Spiezer Chronik, 1485: Vor der Schlacht von Laupen beten die Berner. Eine
Predigt gibt es auch. Vor dem Altar mit Wappenschild Ritter Rudolf von Erlach.
Unsere heutige Wanderung führt uns auch zum Bramberg, dem Ort der Schlacht von Laupen 1339 - um die Geschichte des Gemetzels in Kürzestform zusammenzufassen: Die Berner hatten in den Jahrzehnten zuvor beträchtlich expandiert, natürlich zum Missfallen ihrer Nachbarn und des mit diesen verbündeten habsburgischen Adels. In Laupen schafften es die Berner kraft ihres Sieges, ihre Gebietsgewinne zu konsolidieren. Und es begann hernach der Abstieg ihrer zähringischen Stadtrivalin Freiburg.

Freitag, 11. Januar 2013

Mein Göschenen-Ritual

Ich mag den Bahnhof Göschenen. Er ist einer der wenigen Bahnhöfe, die einem keinen schlanken Anschluss bieten; man muss warten. Auf der Hinreise von Zürich nach Andermatt und Realp hatte ich vorgestern 24, auf der Rückreise dann gar 26 Minuten Aufenhalt. Ich tat, was ich dort immer tue. Das eine Mal besuchte ich die Bahnhofs-Buvette am Gleis eins, wo man so schön die Bähnler bei ihren Alltagsgesprächen belauschen kann. Und das andere Mal ging ich kurz hinüber ins Dorf, das ein unglaublicher Absteiger-Ort ist, gemessen an der Verkehrs-Herrlichkeit von einst. Göschenen war sozusagen ausgestorben, ich sah auf meinem Spaziergang keinen Menschen.

PS: Zum Eintrag über Starterkulturen im Mostbröckli bekam ich informative Zuschriften, vielen Dank dafür. Eine, die von Efraim Lieberherr, sei hier wiedergegeben:

Keine Sorge! Starterkulturen sind ganz liebe, kleine und natürliche Käferli, die der Fleischreifung, dem Geschmack und dem Äusseren deines Mostbröcklis dienlich sind (für mikrobiologisch Interessierte: http://www.agroscope.admin.ch/fleischverarbeitung/01070/02317/index.html?lang=de). Starterkultur heisst, dass wenige dieser Bakterien zum Produkt (eben als Start) zugefügt werden und sich dann nachher selbst vermehren und ihren Zweck erfüllen. Neben der Fleisch- sind ähnliche Bakterienkulturen in der Milchverarbeitung zentral. Also lieber nochmals ein gutes Stück Mostbröckli und Alpkäse geniessen, bevor du Ihnen die Liebe dann ganz aufkündest... Viel fraglicher sind doch die Geschmacksverstärker, die ein wirklich gutes Mostbröckli nicht nötig hätte. En Guete!

Donnerstag, 10. Januar 2013

Wirt walzt Weg

So eine Passstrasse hat schon was. Vor allem im Winter.
Realp, südlicher Dorfausgang, eine Tafel: "Tiefenbach offen." Per sofort ist man alle Weg-Such-Sorgen los. Auf der verschneiten, vom Wirt gewalzten Furka-Strasse geht es in die Höhe, bis zum "Tiefenbach" eben, 2109 Meter über Meer. Ich machte die Route gestern, sie war nicht anstrengend, 570 Meter hinauf und wieder hinab, ich brauchte 3 1/4 Stunden dafür; wenn der Schnee mühsam ist, dauert es wohl ein wenig länger. Die Ruhe tat wohl, nur einmal raste ein Schneetöff mit Mietschlitten an mir vorbei. Oben kehrte ich ein, ass eine Portion Spaghetti Aglio Olio, las ein wenig und zog wieder Realp zu. So simpel kann Winterwandern sein - mehr über die Route in zwei Wochen in der Zeitungskolumne.
Das Restaurant Tiefenbach, gleich wird gegessen.

Mittwoch, 9. Januar 2013

Hoher Tiefenbach

Der Tiefenbach liegt in der Höhe, es geht von Realp immerhin gut 600 Meter aufwärts. Schon lange wollte ich mal im Winter hinauf zum gleichnamigen Gasthaus an der - natürlich gesperrten - Furka-Passstrasse; der Beizer macht sich immerhin die Mühe, die gewalzte Winterwanderstrecke zu unterhalten. Heute ist es soweit. O hoher Tiefenbach, ich komme - stell mir bitte schön viel Sonne bereit!

Dienstag, 8. Januar 2013

Starterkultur (AI)

Mein Mostbröcklibröckli.
Die letzte Wanderung endete - siehe gestern - in Appenzell. Ich kaufte mir beim Koller einen vakuumierten Mostbröckli-Mocken; Kilopreis 76 Franken. Nun irritiert mich ein Wort in der Zutaten-Deklaration: Was zum Teufel sind "Starterkulturen"? Es klingt halb nach Kampfflugzeug, halb nach Petrischale. Ich will keine Starterkulturen!