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Samstag, 31. Oktober 2015

Weissenstein, wieder einmal

Im Januar hatten wirs schön auf dem Weissenstein. Heute hoffentlich auch.
Es gibt Berge, auf die geht man immer wieder. Das mag damit zu tun haben, dass sie keine simplen Gipfel sind, sondern kleine Welten für sich, mit Attraktionen aller Art, vielfältig erschlossen, ausgedehnte Wanderungen ermöglichend. An die Rigi denke ich, an den Chasseral, an den Kronberg, an den Napf natürlich auch. Und an den Weissenstein. Heute fahren wir mit der Gondel hinauf und wollen dann nach Biel wandern. Oder doch Richtung Biel, denn es ist gut möglich, dass es dunkelt, bevor wir die Taubenlochschlucht erreichen. Mal schauen. Jedenfalls freue ich mich auf Sonne, Fernsicht und eine Bauernbratwurst oder so in einer der Beizen am Weg. Ja ja, ich weiss, Wurst gibt Krebs, stand diese Woche in der Zeitung. Aber atmen gibt auch Krebs. Leben ist krebserregend, soll gar eine neue Studie zeigen.

Freitag, 30. Oktober 2015

Der Plumpseintrag

Als ich unlängst mit der Südostbahn von Luzern nach St. Gallen fuhr (sehr schöne Fahrt, übrigens - immer wieder), war ich angesichts der Toilette halb gerührt, halb empört, Nostalgie und ökologisches Problembewusstsein im Wechsel. Dass es das 2015 noch gibt, Plumpsklos in der Bahn!

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Die Frieda-App

Unsere App fürs iPhone.
Vor längerer Zeit realisierten wir (Barbara Lukesch, René Staubli, ich) für die Forchbahn eine App mit 30 Wanderungen in der Forchgegend. Nun haben die VBZ, also die Verkehrsbetriebe Zürich, die für die Forchbahn die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit besorgen und damals auch die entstehende App und unser Trio managten, in ihrer Online-Zeitschrift eine der Wanderungen wieder aufgegriffen: von der Forch nach Meilen. Eine schöne Gelegenheit für mich, mal wieder auf die App hinzuweisen. Den Link zu ihr findet man ganz am Ende des Online-Artikels. Etwas zur Abbildung: Die Frieda, das ist die Forchbahn im sogenannten Volksmund.

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Schöner, strenger, grenzwertiger Dienstag

Es ist vollbracht, wir sind im Taminatal, noch 20 Minuten bis Vättis. 
Durch diesen Hang stiegen wir ab.
Das war anstrengend gestern, die Traverse vom Churer Rheintal ins Taminatal war ein Steiss. Wir brauchten 6 1/4 Stunden für die Strecke Mastrils - Alp Salaz - In den Ahornen - Guaggis - Alter Stofel - Vättis, stiegen 1311 Meter auf und 1063 ab, wobei das Gelände uns arg schlauchte. Das war schön gestern. Die Weitsicht von der Alp Salaz zu den Bergen des Rätikons und Rheintals, Graubündens und St. Gallens war umwerfend, der Föhn rückte uns all die Gipfel in die Nähe und machte sie körperhaft-begehrenswert. Das war grenzwertig gestern. Nach der Alp Salaz kamen wir in die Schattenzone, der Abstieg nahte, wir waren nicht besonders hoch, gut 1850 Meter. Aber da war Schnee. Und stellenweise Eis, das unter den Schuhen knackte. Der Weg verschmälerte sich zu Handbreite. Ronja sagte zu mir: "Du, schau mal da vorn, dieser Wildwechsel, wahnsinnig." Ich schaute nach vorne, sah vor uns einen halsbrecherischen Pfad in der steilen Bergflanke, konsultierte mein Navi und sagte zu Ronja: "Du, das ist unser Wanderweg." Heieiei, das war heikel gestern. Wir arbeiteten uns mühselig und sehr vorsichtig vorwärts, mussten mehrere geröllige Rüfen queren, die bolzengrad 1000 Meter ins Tal hinab zielten. Dann war die Gefahr vorbei. Dachten wir. Weiter unten kamen wir in den Laubwald. Auch hier ein steiler Hang, etwa so steil wie eine Bobbahn oder das Treppenhaus eines Parkhauses. Das Laub lag sicher zehn Zentimeter hoch, war rutschiger als der Schnee und verbarg die glitschigen Steine darunter. Wir rutschten, schlitterten, fluchten die restlichen 500 Meter abwärts, hielten uns an jedem Strauch und umklammerten jeden Baum. Um vier waren wir dann heil in Vättis. Wir gingen ins Tamina und nahmen ein Bier. So sind die Bergwanderungen manchmal gegen Ende der Saison.
In den Ahornen, unser Pfad war teilweise schneebedeckt und stellenweise heikel.

Dienstag, 27. Oktober 2015

Das Cassonsbähnli ist nicht mehr

Gestern schockierte mich mein geschätzter Ressortkollege Ruedi Baumann im Tagi mit seinem Artikel über das Cassons-Bähnlein, die älteste Pendel-Luftseilbahn der Schweiz in Flims. Es hatte am Sonntag seinen letzten Tag und wird abgebrochen, die Konzession der Bahn aus dem Jahr 1956 ist ausgelaufen. Schade, wirklich schade, es war grossartig, mit der roten Gondel zu fahren, die den Fil de Cassons erschliesst, den Cassons-Grat hoch über dem Tourismusort; man sieht vom Grat aus auch so wunderbar auf die Tschingelhörner, an denen sich die Glarner Hauptüberschiebung grandios plastisch abzeichnet (siehe Foto). Das Bähnlein rentierte nicht, in Zukunft wird man die letzten 800 Höhenmeter von Naraus aus zu Fuss machen müssen. Wobei - es gibt Hoffnung. Wie eine neue Bahn 2019 oder 2020 aussehen und funktionieren könnte - man lese selber.

Montag, 26. Oktober 2015

U-Bahn im HB

Meine Quelle.
Heute feiern Offizielle aus Politik und Verwaltung sowie der SBB in Zürich die neue Durchmesserlinie. Der Untergrund-Bahnhof Löwenstrasse im HB ist ja bereits länger in Betrieb. Doch jetzt folgt Etappe zwei mit der Letzigrabenbrücke, der längsten Eisenbahnbrücke des Landes; ich freue mich schon, die Rampe hinaufzublochen. Und demnächst nach dem Fahrplanwechsel im Dezember werden im Bahnhof Löwenstrasse, in dem es derzeit noch recht still zu und her geht, nicht nur S-Bahnen verkehren, sondern auch die grossen Fernlinien. Aus diesem Anlass bringe ich heute im Tagi eine Seite zum Hauptbahnhof Zürich. Ich habe Aperçus aus seiner langen, wechselvollen und unendlich komplizierten Geschichte zusammengestellt, die ich einem neuen Buch entnahm, Werner Hubers "Hauptbahnhof Zürich" (Scheidgger & Spiess) - übrigens ein sehr empfehlenswerter Band mit Dutzenden aufschlussreicher historischer Fotos.

Hier drei von vielen Dingen aus meinem Artikel; gewusst, dass...
  • ... von der Sihlpost zur Poststelle im HB einst eine unbemannte U-Bahn Postsäcke und Pakete transportierte?
  • ... es im HB in der Wannerhalle (das ist die mit dem Engel) einst ein Bahnhofskino gab?
  • ... an einem der Hotels am Bahnhofplatz ein Laufband aus Glühbirnen Tag und Nacht die neusten Nachrichten aus der ganzen Welt anzeigte und dass deswegen bei der Ermordung John F. Kennedys der Verkehr auf dem Platz zusammenbrach?

Sonntag, 25. Oktober 2015

Mein nichtsportiver Samstag

Der Langenmoos-Weiher bei Weiningen.
Gestern unternahm ich, was ich "eine Rentnerei" zu nennen pflege: eine Art ausgedehnten Spaziergang vom Furttal ins Limmattal, auf dem auch ein Spaniel hätte mithalten können. Die Rentnerei dauerte zwei Stunden, führte von der S-Bahn-Station Otelfingen-Golfplatz via Dänikon auf den Altberg und hernach via Bruederberg und Langenmoos nach Weiningen (je circa 220 Meter auf- und abwärts). Hauptziel der Unternehmung war es, den Aussichtsturm auf dem Altberg anzuschauen und von ihm zu schauen; als ich das letzte Mal vor einigen Jahren auf dem Altberg war, stand der Turm noch nicht da. Doch, man hat auf ihm viel Aussicht! In der zugehörigen Wirtschaft, der Waldschenke, ass ich ein Stück Biberfladen gefüllt und trank einen Kaffee. Besonders toll fand ich dann gegen Schluss den Weiher im Langenmoos, der vom Herbstlicht veredelt wurde. Auch schön, so als Abwechslung mal ein nichtsportiver Samstag.
Fünf Jahre alt ist der Turm auf dem Altberg mittlerweile. 34 Meter hoch ist er.