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Dienstag, 4. Februar 2020
Wilde Nacht
Schäden im Land halten sich in Grenzen. Guten Morgen, liebe Schweiz, was für eine wilde Nacht wir da überstanden haben!
Montag, 3. Februar 2020
Die Bahnfürsten von Chur
Das monumentale Haus ist Neorenaissance, vom Stil her. Der Park ist ebenso gewaltig. Skulpturen wachen über dem Eingang. Wer bitte residiert hier so fürstlich, mitten in Chur an der Bahnhofstrasse? Es ist die Rhätische Bahn. Ich fotografierte ihr 110 Jahre altes Hauptgebäude gestern Morgen um neun auf dem Weg zur Unteren Gasse, wo im Kulturlokal Werkstatt ein Auftritt von mir gemeinsam mit dem Märchenerzähler Andreas Sommer anstand. Zwei Dinge zu meinem Tag: Erstens ist Chur am Sonntagmorgen tot. Die Restaurants, an denen ich vorbeikam, waren alle zu. Passanten hatte es kaum. Zweitens gelang uns die Show. Das soll nicht vermessen klingen. Ich bin durchaus fähig zu merken, wenn es nicht gut läuft. Und auch nicht so eitel, dass ich einen Flop nicht zugeben könnte. Ich denke aber fest, dass dem Werkstatt-Publikum unsere Arbeitsteilung gefallen hat: Fakten und Fantasie. Ich präsentierte vier Bündner Steine aus meinem jüngsten Buch. Und Andreas steuerte jeweils ein Märchen bzw. eine Sage bei, die das Thema des Steins (die alten Römer, Hexen, Galgen, Menhire) aufnahm. Die Sagen- und Märchentage Chur, in deren Rahmen wir auftraten, laufen übrigens bis 9. Februar, das Programm ist reichhaltig.
Sonntag, 2. Februar 2020
Endlich, die Baarburg!
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| Die Heiligkreuzkapelle an der Flanke der Baarburg. |
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| Die Rigi von der Baarburg aus. |
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| Das Restaurant Baarburg in Baar. |
Samstag, 1. Februar 2020
Schafft es Clavaleyres?
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| Clavaleyres Wappen. |
Freitag, 31. Januar 2020
Zürich, Basel, Tschau Sepp
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| Halb oben auf dem Basler Münster. |
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| Blick vom Münster über den Rhein zum Roche-Turm. |
- Im Parkhaus Opéra auf dem Zürcher Sechseläutenplatz schauten wir uns im Untergeschoss die archäologische Dauerausstellung an. Sie zeigt Pfeilspitzen, Fischnetzgewichte, Ahlen usw., Gegenstände, die 5000 bis 6000 Jahre alt sind, Relikte der Menschen von einst, die an den Ufern des Sees siedelten.
- Im Sprüngli am Paradeplatz gabs Zmorge: Müsli, heisse Schokolade, Gipfeli.
- Danach fuhren wir nach Basel, das Zürcher Vorprogramm war Zeitverzögerung gewesen, weil die Basler Schnarchnasen das Antikenmuseum erst um elf Uhr öffnen. Im Zug spielten wir Tschau Sepp, mein Neffe gab mir einleitend einen kleinen Wiederauffrischungskurs.
- In besagtem Basler Museum schauten wir uns die Gladiatorenausstellung an, ich das zweite, mein Neffe das erste Mal. Ich fand meinen zweiten Durchgang interessanter als den ersten. Intensiver. Mit Kindern ist man langsamer unterwegs. Man sieht daher mehr.
- Im indischen Restaurant Cardamom am Barfüsserplatz assen wir. Das Lokal hatte mein Neffe ausgesucht. Vor und nach dem Essen spielten wir Tschau Sepp.
- Wir stiegen auf den einen Turm des Basler Münsters. Unglaublich, diese enge Wendeltreppe mit dem Seil, das war steiler als manche Bergflanke. Drei Galerien auf verschiedener Höhe stehen für den Ausblick zur Verfügung. Wir besuchten sie alle. Der Neffe, SAC-Mitglied und Nachwuchs-Alpinist, war begeistert.
- Im Basler Bahnhof spielten wir bei einem Kafi ein paar Runden Tschau Sepp.
- Im Zug nach Zürich spielten wir schon wieder Tschau Sepp. Die Tagesbilanz: Von den sieben Matches mit jeweils mehreren Partien hat mein Neffe vier gewonnen. Ich demnach drei. Ich war mit dem Resultat sehr zufrieden, das war ein harter Gegner. Müde kam ich zuhause an.
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| Die Treppe im Münsterturm ist steil. Gut, gibts ein Seil. |
Donnerstag, 30. Januar 2020
Die hohen Damen von Schänis
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| Das ehemalige Damenstift und die Kirche von Schänis SG. (P. Wenig/Wikicommons) |
- Es wurde wohl zur Zeit Karls des Grossen gegründet. Wie andere Klöster auch unterhielt es auswärts Amtshäuser. Niederlassungen, von denen aus die Besitzungen in der entsprechenden Gegend verwaltet wurden. Das Amtshaus des Klosters Schänis in Zürich stand auf dem Münsterhof.
- Schänis war ein Stift speziell für adelige Damen. Salopp gesagt: Noble Familien deponierten dort jene Töchter, die sie nicht verheiraten konnten. Oder die nicht heiraten wollten oder jedenfalls nicht den Kandidaten, der ihnen verordnet worden war. Die Regeln des Schäner Stifts waren locker, ein eigentliches Gelübde gab es nicht. Wer eintreten wollte, musste allerdings den eigenen Stammbaum vorzeigen und darauf hochadelige Vorfahren nachweisen, in gewissen Zeiten waren bis zu 16 davon nötig.
- 1529 kam die Reformation, die Schäner stürmten Kirche und Kloster. Ein bisschen voreilig war das, 1531 setzten die sehr katholischen Schwyzer die Gegenreformation durch, Kirche und Kloster wurden wieder eingerichtet und eingesetzt. Erst 1811 schloss das Damenstift von Schänis dann dauerhaft, nachdem Napoleons Truppen die alte Ordnung der Eidgenossenschaft weggefegt hatten.
Mittwoch, 29. Januar 2020
Spartanisch essen
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| Schwarzsauer. (Wikicommons) |
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