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Samstag, 30. Juni 2012

Nein, das ist keine Katze!

So. Heute mal wieder eine richtige, saftige, klassische Bergwanderung. Eine im Wallis: von Birgisch auf die Belalp, also doch mehr als 1000 Höhenmeter aufwärts. Ich hoffe, wir stehen das durch, es wird heiss werden. Immerhin verläuft der Pfad zum Teil durch den Wald. Gestern hingegen gabs nur einen Spaziergang, wir zogen von Unter-Affoltern, einem Weilerdörfli im Norden der Stadt Zürich, zum Katzensee. Was für ein lauschiges Gewässer! Die Kreatur im Wasser ist übrigens keine Katze*, sondern ein Hund. Ein Labrador, wenn ich mich recht entsinne.

* Der Name "Katzensee" hat mit Katzen auch gar nichts zu tun. Er geht zurück auf den Alemannen Hatto, der in der Gegend siedelte.

Freitag, 29. Juni 2012

Opfiker Wüstentour

Der Opfikerpark mit dem Glattpark-See. Was man nicht sieht: die Hitze.
Gestern ganztägige Bewanderung, Befahrung, Besichtigung der boomenden Glattal-Region. Angeregt hatte sie mein Berner Freund Stefan von Bergen, der wissbegierigste Journalist, den ich kenne. Wir waren einfach überall: an der Glattmündung, in einem Dübendorfer Tennisclub, an den Bahnhöfen Wallisellen und Glattbrugg, in Opfikon und am Leutschenbach, aber auch auf dem Klotener Balsberg, im Flughafen Zürich und auf dessen Frachtgelände. Und wir fuhren mit den neuen Tramlinien 10 und 12. Am meisten Eindruck machte uns der leicht futuristische, ein wenig die Pariser Défense, ein wenig Brasilia imitierende Opfikerpark und sein künstlich geschaffener Glattpark-See, der eine Fläche von 25 000 Quadratmetern bedeckt. Am Abend waren Stefan und ich halbtot, vor allem wegen der Sonne, die in der Beton-Agglo brutal brannte. Wieviele Kilometer wir gelaufen sind? Keine Ahnung.

Donnerstag, 28. Juni 2012

Die antiken Berner

Berns neuzeitliche Matthäuskirche und vorn der Rest der antiken Arena.
Gestern Spaziergang mit Frau S. von der Bushaltestelle Rossfeld zum Zehendermätteli, einem äusserst lauschigen Flecken in der nördlichen Stadtberner Aareschleife, den ich als Student zu frequentieren pflegte. Ist nach wie vor schön da unten, die grosse Gärtnerei, die leicht alternative Wirtschaft mit all dem Blühen und Summen rundum, die Fähre hinüber nach Bremgarten, von wo wir wieder den Bus zum Berner HB nahmen. Während wir assen, trug die Katze stolz eine blutige Maus heran und deponierte sie zu unseren Füssen. Auf dem Hinweg waren wir übrigens am Amphitheater aus der Spätantike vorbeigekommen. Seine Reste wirken unscheinbar, doch die Arena ist 25 auf 27 Meter gross und konnte 50 Prozent mehr Besucherinnen und Besucher aufnehmen als Berns heutiges Stadttheater. Unterschätzt mir nie die Römer, Leute!

Mittwoch, 27. Juni 2012

Widerstehliche Schnäppchen

"Hotelplan" mailt mir eine Medienmitteilung mit "unwiderstehlichen Sommerferien-Schnäppchen". Tut mir leid, liebes Reisebüro, aber ich finde dein Angebot sehr widerstehlich. Ich sags mal ein wenig hart: Das ist doch Batteriehuhnurlaub. Mal ganz abgesehen vom Fluglärm (ich wohne in einer Anflugschneise) und dem Kerosinverbrauch.

Dienstag, 26. Juni 2012

Die Sonne lachte mich aus

Jawohl, das ist der berühmte "Fressbalken" von Würenlos. Ich kam gestern durch, als ich von Oetwil an der Limmat nach Turgi zog. Die 4 1/2-Stunden-Route alles der Limmat entlang ist mit dem Foto aber nicht wirklich korrekt repräsentiert. Ich kriegte zwar eine deftige Portion Moderne serviert, doch mit dem Kloster Wettingen und der Altstadt von Baden mindestens ebenso viel Historisches. Und ich kam auch durch idyllische Auengebiete. Unschön war der Regen. Ich wurde vier oder fünf Mal hintereinander brutal geduscht. Und wie so oft auch diesmal: Als ich am Ziel ankam in meinen pflotschigen Regenklamotten, da erschien die Sonne und lachte mich aus.

PS: Lonesome George ist gestorben, die tragische Riesenschildkröte auf Galapagos, die ich kürzlich erwähnte.

Montag, 25. Juni 2012

Sonntag, 24. Juni 2012

Höllenlärm im Kloster

Fahr: Der Name kommt davon, dass das Kloster einen Fährbetrieb unterhält.
Ich mag Routen, bei denen man loszieht, und fortan ist man gespurt und darf sich um die Wegweiser foutieren. Gestern war das so. Ich startete beim HB Zürich und folgte der Limmat rechtsufrig bis nach Oetwil - ein simples und schönes Prinzip. Die 3 1/2 Gehstunden bereiteten überhaupt Freude: Man erlebt, wie sich der Fluss langsam befreit von zuviel Zivilisation. Höhepunkt waren die Dietiker und Geroldswiler Auen. Und natürlich kehrte ich in der Wirtschaft des Klosters Fahr ein; das allerdings war frustig, die Terrasse war von circa 250 Pensionierten - übertreibe ich ein wenig? - bis zum letzten Platz besetzt. Diese Leute machten einen Höllenlärm. Und das in einem Kloster!