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Donnerstag, 22. November 2012

Luz!

Der Kaffee Spezial im Luz in Luzern.
Der Name ist gut gewählt: Luz - wie Luzern. Wie spanisch Licht. Wie Kafi Lutz. Verlässt man den Luzerner Bahnhof Richtung See, überquert die unsägliche Durchgangsstrasse, ist man schon da bei dem alten Bootshaus. Ich kehrte dort kürzlich ein nach einer Wanderung und nahm einen "Luz Spezial" mit Kaffee, Rahm, Rohrzucker und Rum. Er war unglaublich stark und fein - ich muss bald wieder hin.

Mittwoch, 21. November 2012

Der Tsunami von Genf

Wirkt lieblich, aber...: der Genfersee.
Interessanter Wissenschafts-Artikel gestern in der New York Times. Sie vermeldet, unter Bezug auf die Zeitschrift "Nature Geoscience", Neues zum einstigen Tsunami im Genfersee. Diese Natur-Katastrophe war bisher umstritten, man zweifelte, ob es sie überhaupt gegeben hat. Der Chronist Gregor von Tours berichtete über einen grossen Felssturz anno 563, also zu seinen Lebzeiten, der die Rhone bei ihrer Einmündung in den Genfersee traf und, eben, besagten Felssturz auslöste; leider flunkerten die vormodernen Historiker des öftern. Doch Gregor hat wohl die Wahrheit gesagt: Jedenfalls fanden Forscher der Universität Genf nun im See eine mehrere Quadratkilometer grosse Sedimentschicht, abgelagertes Gestein - die Überreste jenes Hangrutsches, der Flutwellen bewirkte, welche wiederum Siedlungen zerstörten und Menschen töteten. Ja, wir Schweizer hatten auch einen Tsunami!

Dienstag, 20. November 2012

Ein ganz besonderes Filet

Ausgezeichnet: Schnapps Blog. (Screenshot)
Letzten Freitag abend war ich an einer Metzgete im "Alpenblick" Toggwil, Gemeinde Meilen - sehr gut; und ich mochte auch das rustikale Ambiente, das natürlich ein wenig mit der neu spriessenden Landlust der Stadtzürcher liebäugelt. Mit von der Partie war mein einstiger Wewo-Kollege David Schnapp. Und ich gestehe, erst jetzt wirklich realisiert zu haben, dass David privat einen Blog unterhält. "Das Filet" befasst sich mit Gastronomie, wurde zum besten Schweizer Gourmet-Blog 2012 gewählt und erklärt zum Beispiel, wie man die perfekte Rösti hinkriegt. Man lese es nach.

Montag, 19. November 2012

Schleichnebel. Enzian. Und Bichsel.

Unterhalb der Passhöhe des Balmbergs schleicht der Nebel heran.
Am Samstag wurde das eine richtig lange, tagfüllende Unternehmung. Wobei die Tage in dieser Jahreszeit bekanntlich kurz sind: Es nachtete ein, als wir zum zweiten Mal auf unserer Wanderung, diesmal von oben nach unten, die Verenaschlucht passierten und dann die Solothurner Kathedrale. Ein paar Höhepunkte unserer magischen Route Solothurn Bahnhof - Verenaschlucht - Falleren - Nesselboden - Hinter Weissenstein - Vorder Weissenstein - Balmberg - Balm - Galmis - Verenaschlucht - Solothurn Bahnhof (7 1/2 Stunden, gut 950 Meter auf und ab):

Schöne Nachtfassade der Solothurner Kathedrale.
  • Die Direttissima Falleren - Nesselboden, ein stellenweise in den Kalk des Vorberges gehauener Bergpfad.
  • Der Moment, als vor dem Nesselboden der Himmel wechselte: von tiefgrau zu hellgrau zu hellblau und dann zu blau; Frau Sonne geruhte sich zu zeigen.
  • Das wadentief den schmalen Weg bedeckende Raschellaub bei der heiklen Hangquerung vor dem Hinter Weissenstein.
  • Das grandiose, chüschtige, knoblauchige, bei aller Rührerei nicht enden wollende Fondue in der Wirtschaft auf Hinter Weissenstein.
  • Der Anblick des Bantiger, der tapfer seine antennenbewehrte Spitze aus dem Nebel streckte, als sei er am Ertrinken, derweil das umliegende Mittelland schon wieder im Grau versunken war.
  • Die Sonne-Nebel-Grenze auf dem Balmberg, der Nebel eine fast mit Händen greifbare, tückisch bald unsere Knie umschleichende Substanz. Man spürte den Graustoff bei jedem Atemzug, er zog auch in die Lunge, machte einen bronchitisch hüsteln; er war eine Art Gas.
  • Der Jänzenen-Schnaps im Restaurant Mittlerer Balmberg: stinkend in der Nase, charismatisch im Mund; es geht nichts über Enzian gegen einen Fonduebauch.
  • Der zweite Durchgang durch die Verenaschlucht, die nun im Dunkeln lag und doch von hunderten Rechaudkerzchen über die ganze Länge poetisiert wurde; keine Ahnung, wer so etwas Schönes macht.
  • Das Schlussbier in der Genossenschaftsbeiz Kreuz in Solothurn-Mitte. Kaum hatten wir Platz genommen, tauchte natürlich auch Peter Bichsel auf.

Sonntag, 18. November 2012

Hochwaldologie

Hochwald, 12 Kilometer von Basel entfernt, Kanton Solothurn, ist eine kleine Gemeinde auf dem Gempen-Plateau - wie aber sprechen die Einheimischen den Dorfnamen aus? Weiss es jemand? Annemarie, du bist von der Teilnahme ausgeschlossen, weil du ganz in der Nähe wohnst!

Jawohl, Hochwald im Dialekt heisst "Hobel". Die viermal jährlich erscheinende Dorfzeitschrift heisst: "Hobel-Aktuell". Und die Einwohner heissen natürlich Hobler.

Samstag, 17. November 2012

Zu Beginn eine Puppenstube

Dieses irreal puppenstubige Häuschen werden wir heute passieren. Leser meiner Kolumne und meines Blogs wissen: Das ist die Einsiedelei in der Verenaschlucht am Nordrand der Stadt Solothurn, die von einem geflohenen Minister des französischen Königs Louis XVI. zur Erbauungspromenade hergerichtet wurde. Natürlich werden wir es bei der Mini-Unternehmung einer Schlucht-Durchquerung nicht belassen, sondern wollen fortsetzen und auf den Weissenstein steigen, der uns besonders reizvoll scheint, weil derzeit kein Sessellift hinauffährt. Ein Fondue ist auch geplant sowie ein partieller Abstieg; wie es war, demnächst in diesem Blog.

Freitag, 16. November 2012

Der Altlastenmann

Beharrliche Arbeit: Forters Homepage. (Screeshot)
Chemiemüll im Rheinhafen, kontaminierter Feldweg in Hagenthal-le-Bas, Gift-Deponien im Jura - nein, die Homepage des Dr. Martin Forter ist keine Freude. Aber nötig ist sie! Der Geograf dokumentiert Umweltsünden der Basler Chemie und Pharma im Dreiländereck.