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Sonntag, 31. August 2014

Duell mit Frau Schnyder

In der aktuellen Nummer des Appenzeller Magazins duelliere ich mich mit einer Frau. Natürlich nur rhetorisch. Es geht ums Wandern. "Wandern ist cool", sage ich, "Wandern ist doof", sagt sie. Sehr hübsch finde ich die Fotos von Martina Basista, eine kunstvolle Montage - ich habe meine Konkurrentin Rebecca C. Schnyder nie wirklich getroffen.

Samstag, 30. August 2014

Wow? Wau!

Ein Foto von Tschingel habe
ich nicht. Hier immerhin ihr
Herrchen, William Coolidge,
1850 - 1926, grosser Alpinist.
(Wikicommons/ Jebulon)

Am 24. Juli 1875 krönt Tschingel ihre Karriere mit der Besteigung des höchsten Berges von Europa, des Mont Blanc. Ehrenmitglied des Alpine Club, des ältesten Bergsteigerverbandes der Welt mit Sitz in London, ist sie da schon seit sechs Jahren. Was für eine Ehre für eine Berner Oberländer Hündin! Tschingel erklettert aber auch immer wieder Viertausender und realisiert dabei mehrere Erstbesteigungen; sie ist der Stolz ihres Herrn, des amerikanischen Bergsteigers William Coolidge. Das ganze Hundeleben nachlesen kann man in einem langen und schönen Artikel in der NZZ.

PS: Heute wird gewandert. Vier-, Drei- und letztlich auch Zweitausender kommen nicht in Frage. Wir wandern am Chasseral und haben auch schon eine deftige Métairie, also eine Bauernwirtschaft, im Auge.

Freitag, 29. August 2014

Die Mauer von Bondo

Bei Bondo erreicht die Bondasca die Maira, mündet somit das Bondascatal ins Bergell. Zuhinterst im Bondascatal ereignete sich im Dezember 2011 ein gewaltiger Bergsturz vom Pizzo Cengalo. Die Einwohner Bondos hatten damit kein Problem, bis im Sommer darauf ein Unwetter aufzog. Das wilde Wasser der Bondasca wälzte die Felsbrocken des Bergsturzes Richtung Dorf. Mein Berner Wanderfreund Stefan von Bergen, mit dem Bergell seit langem verbunden, hat eine schöne Reportage geschrieben, wie sich das Leben in Bondo angesichts dieser Bedrohung anfühlt und was Experten gegen die Gefahr tun: Eine zwei Meter hohe und 500 Meter lange Mauer soll schon bald verhindern, dass bei einem neuen Unwetter eine Katastrophe passiert und ein Murgang Bondo verschüttet. Alles Weitere lese man auf den Schweiz-Seiten der gestern erschienenen "Zeit" nach.

Donnerstag, 28. August 2014

Mein Selfie (keine Angst, jugendfrei)

Ja, ich weiss, ich muss zum Coiffeur.Widmer in Réclère.
Letzte Woche war ich in Réclère, einem Dorf im Pruntruter Zipfel in unmittelbarer Nähe zu Frankreich. Ich besuchte dort die Grotten, darüber habe ich berichtet. Anschliessend wanderte ich durch den Préhisto Parc, der mit den Grotten eine Art Erlebniskombi bildet; die meisten Leute führen sich gleich beide Attraktionen zu. Gut eine Stunde brauchte ich, um den hübsch gemachten Waldweg abzuschreiben und die Schilder zu lesen, die erklären, was für Monster der Prähistorie auf einen lauern. Ich kann den Besuch allen Leuten nur empfehlen, besonders natürlich denen mit Kindern.

Mittwoch, 27. August 2014

Weissenstein - das Problem

Der erste Fahrplan der Solothurn-Moutier-Bahn.
(Wikicommons/ Scan Gestumblindi)
Noch etwas zur neuen Gondelbahn von Oberdorf auf den Weissenstein, die im Dezember in Betrieb gehen wird. Die Betreiber haben ein potenzielles Problem. Sie sind auf die Solothurn-Moutier-Zuglinie angewiesen, mit der Gondelbahn-Benutzer zur Talstation Oberdorf gelangen. Und genau diese unrentable und schwach genutzte Zuglinie steht jetzt zur Disposition. Der Weissenstein-Tunnel nämlich, ihr Herzstück, ist baufällig und müsste für 170 Millionen Franken renoviert werden. Die Frage ist, ob das wirtschaftlich sinnvoll ist; dies umso mehr, als bloss 500 Leute pro Tag durch den Tunnel fahren. Zwei Alternativszenarien zur Renovierung stehen im Raum:
  1. Totale Stillegung der Bahn, wobei das Teilstück Solothurn - Oberdorf duch einen Bus ersetzt würde.
  2. Beschränkung der Bahn auf das Teilstück Solothurn - Oberdorf. Also Fahrt bis zum Tunnel.
Wo ist das Problem, mag man sich fragen; die Weissenstein-Gondel hätte ja nach wie vor ihren direkten Zubringer Solothurn - Oberdorf. Durchaus. Aber einen Zubringer von Moutier her gäbe es nicht mehr. Und die Solothurner, die vom Weissenstein auf die Moutier-Seite abstiegen, würden nur auf einem Riesenumweg wieder zurück auf die Solothurner Seite gelangen. Die Leute hinter der neuen Gondelbahn plädieren nun dafür, dass man das Geschäft ein wenig ruhen lässt und schaut, ob nicht just ihre Bahn der kriselnden Zuglinie neuen Schwung bringt.

Dienstag, 26. August 2014

Meidet den Weissenstein!

Grässlich, wie es derzeit um den Bahnhof Oberdorf SO aussieht. Das hat natürlich mit der neuen Gondelbahn auf den Weissenstein zu tun, die am 20. Dezember startet; in Oberdorf bauen sie die Talstation der Gondel gleich neben dem Bahngebäude der Moutier-Bahn (am rechten Bildrand) in den Hang. Und jetzt noch eine Warnung an alle Wanderer: Ab sofort sind alle Wanderwege im Gebiet, welche die Seilbahnachse queren, gesperrt, und zwar für rund fünf Wochen - in diesem Zeitraum werden die Seile für die neue Gondel gezogen.

Montag, 25. August 2014

Schanfigg - Prättigau in sieben Fotos

Die Bergwanderung vom Samstag wird mir in allerbester Erinnerung bleiben. Allein schon das Wetter: kein Regen, aber alle Stimmungen zwischen sonnig-warm und neblig-kühl, zwischen Sommer und Herbst. Sechs Gehstunden (1004 Meter aufwärts, 1342 abwärts) brauchten wir für die Route Peist, Bahnhof - Peist, Dorf - Kegelboden - Maselfa - Ried - Faninpass - Arflinafurgga - Fideriser Heuberge - Laflina - Valsigg - Almeindli - Fideris, Dorf. Hier ein paar Fotos:
In Peist steht direkt am Bahnhof Europas älteste Esche. Aber wie die ihren
Baum behandeln! Eine triste Abstellecke haben sie um ihn eingerichtet. Pfui!

Peist von oben. Stimmungsvoll waberte in der ersten Wanderhälfte der Dunst.
Die letzte Stunde vor dem Faninpass geht man auf weichem Moorboden.
Das Berghaus Arflina. Im Winter ist hier der Teufel los. Vor allem die Schlittler!
Mein Lieblingsfoto vom Samstag: die traute Himbeere von Fideris.
Im "Ritterhof" zu Fideris haben sie ein stilecht historisierendes Buffet.
"Dreissigerjahre", sagte der RhB-Kondi auf die Frage, wie alt der Waggon sei.