Hat das jemand gewusst? Also ich nicht. Eben plante ich für die kommenden Tage eine Wanderung auf den Monte Generoso mit Talfahrt per Zahnradbähnli. Und dann las ich im Internet: Bahn geschlossen, Gipfelrestaurant geschlossen, ein Umbauprojekt, Wiedereröffnung im 2016. Die nehmen sich aber viel Zeit, finde ich. Wer weiss, vielleicht habe ich den Berg bis dann vergessen.
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Dienstag, 7. Oktober 2014
Montag, 6. Oktober 2014
Die Zweitälertour
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| Auf der Bündner Seite des Chrüzlipasses: der Strem. |
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| Und die Stremhörner mit dem Oberalpstock zur Linken. |
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| Die Käseschnitte der Etzlihütte. |
Sonntag, 5. Oktober 2014
Turteltaube und Posttaube
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| In der Taubenlochschlucht. (Wikicommons) |
- Bereits 1850 wurde für die Post ein Kutschenweg erstellt; die Reisenden nannten die wilde Strasse "La Via Mala du Jura".
- 1889 kam besagter Fussweg unterhalb der Postroute. Der Bau kostete 15 000 Franken, Wanderer mussten 10 Rappen für die Nutzung zahlen.
- Nicht stichhaltig ist die Erklärung, die Taubenlochschlucht heisse so, weil sich einst ein schönes Mädchen, "Turteltaube" genannt, in die Schlucht stürzte, um einem aufdringlichen Ritter zu entkommen.
- Anfang der 1950er-Jahre brach beim Taubenloch-Restaurant ein Bär aus seinem Gehege aus und versetzte die Bevölkerung einige Stunden lang in Angst und Schrecken.
- Eine Historikerin stellt klar, was es mit dem Namen wirklich auf sich hat: "Die Post-Taube flog damals immer in den Jura und benützte dafür den Weg durch die Schlucht."
Samstag, 4. Oktober 2014
Etzli revisited
Freitag, 3. Oktober 2014
Jetzt bin ich ein offizieller Mythenfreund
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| Die Mythenfreunde haben aber auch schöne Briefcouverts! |
Donnerstag, 2. Oktober 2014
Der dritte Weg
Fritz Schwarz, 1887 bis 1958, ein Bauernbub aus dem Amt Konolfingen, war Primarlehrer, dann Seklehrer, war über viele Jahre Berner Grossrat und später Stadtparlamentarier in Bern. Als überzeugter Verfechter der Freiwirtschaftslehre, eines dritten Weges zwischen Sozialismus und Kapitalismus, wirkte er in Reden, Zeitschriften-Artikeln, Büchern leidenschaftlich und legendär für seine Sache.Schwarz war, dies am Rand, auch der Vater der Zürcher Literaturagentin Ruth Binde, mit der ich seit vielen Jahren befreundet bin. Sie schenkte mir kürzlich das Büchlein "Wenn ich an meine Jugend denke", in dem Schwarz auf seine ländliche Kindheit zurückblickt. Ich habe es inzwischen mit Gewinn gelesen und viel über das Leben um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert erfahren. Hier eine Stelle, in der der Vater eines bekanntes Berners auftritt:
Ach, wir waren eine rauhe Gesellschaft, und nicht nur, was Sprachliches anbelangt. So predigte einmal ein Pfarrer, der gut Hochdeutsch sprach, bei uns im Schulhaus. Er wählte unglücklicherweise den Text vom "Reiche Gottes und seiner Gerechtigkeit". Kaum hatte er nun "Gerechtigkeit" hochdeutsch ausgesprochen, so platzte einer von uns Kinderlehr-Buben in der vordersten Schulbank los, und alle lachten mit ihm. (...) Der Pfarrer hat sich nachher beim unsrigen schwer beklagt, mit vollem Recht, und dieser hat die Klage auf unsere schuldigen Häupter weitergeleitet. Jener "fremde" Pfarrer kam aus Konolfingen. Dort amtete er und hatte seine Familie. Er hiess Dürrenmatt, und einer seiner Buben hiess Friedrich.
Mittwoch, 1. Oktober 2014
Handwerkers Pech, unser Glück
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| Fresken in der Galluskapelle von Oberstammheim ZH. |
Als ich letzte Woche am Stammerberg wanderte, kam ich an der Kapelle vorbei. Vermutlich handelt es sich um einen Neubau des 11. oder 12. Jahrhunderts, den Nachfolgebau der Urkapelle. Hauptattraktion sind die Fresken, die in den ersten Jahren nach 1300 entstanden, später übertüncht wurden und 1896 wieder zum Vorschein kamen, als ein Steinmetz mit einem unvorsichtigen Schlag den Verputz der Südwand verletzte. Handwerkers Pech, unser Glück. Bibelszenen sind da an die Wand gemalt für Leute, die nicht lesen konnten: die Schöpfungsgeschichte, Episoden aus dem Leben Jesu, die Passionsreihe. Wunderbar. Und ein Wunder, dass man 700 Jahre später vor sie treten und sie anschauen kann.
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