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Sonntag, 14. März 2021
Der Berg, der Mord, die Leere
Das bin ich (danke fürs Foto, Brigit). Einst stand auf dem Multberg, einem Hügel über dem Dorf Pfungen im Tal der Töss unweit von Winterthur, eine der Burgen des Adelsgeschlechts der Wart. 1309 rückten die Habsburger an und schleiften sie vollständig. Vorangegangen war wenige Monate zuvor, am 1. Mai 1308, bei Windisch im Aargau eine Bluttat, die die damalige Welt mindestens so erschütterte wie der Kennedy-Mord unsere Gegenwart. Fünf Ritter meuchelten den Habsburger-König Albrecht I. Einer der Verschwörer war Rudolf III. von Wart. Die Rache der Habsburger war brutal, Rudolf wurde ergriffen und gerädert, die Familienburgen wurden zerstört. Seither ist der Multberg leer. Mehr zu unserer windreichen Wanderung von gestern erzähle ich morgen.
Samstag, 13. März 2021
Der Turmschädel gestern und heute
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| Deformierter Schädel einer Alamannin aus der Zeit der Völkerwanderung. (Foto: Anagoria/Wikicommons) |
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| Mutter mit Kleinkind im Kongo um 1930. (Foto: Tropenmuseum, Amsterdam / Wikicommons) |
Freitag, 12. März 2021
Schnürkunst
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| Jede Schnürung wirkt anders, weiss ich jetzt. (Foto: Wikicommons/Babylas) |
Donnerstag, 11. März 2021
Corona to take
Eine nette Blogleserin schickte mir eben diesen Screenshot. In Schlieren ZH gab es früher eine "Krone". Dann taufte man das Lokal um. Seither heisst es "Corona". Italianità ist meist eine gute Sache. Aber nicht immer.
Mittwoch, 10. März 2021
Pendelzeichnen mit Emma Kunz
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| Eine Zeichnung von Emma Kunz in Aarau. |
Emma Kunz war Heilerin, Naturkundlerin, Pendlerin, Magierin. 1892 wurde sie in Brittnau im Aargau geboren, 1963 starb sie in Waldstatt in Appenzell Ausserrhoden, wo ein Emma-Kunz-Pfad an sie erinnert. Zu ihren Hinterlassenschaften gehören unzählige Blätter mit Zeichnungen. Kunz nahm manchmal ihr Pendel, eine Silberkette mit einer Silberkugel am einen und einer Jadekugel am anderen Ende, liess das Ding über Papier ausschlagen, markierte Linien und Punkte und kolorierte manche der so entstehenden Flächen Ihr Tun verstand sie nicht als Kunst, sondern als eine Art Kommunikation mit Energien. Oder so ähnlich. Im Aargauer Kunsthaus in Aarau läuft eine Ausstellung. Zu sehen sind zum einen die Kunz'schen Blätter und zum anderen Werke von Künstlerinnen, die mit diesen Hervorbringungen in einen – Achtung, Kuratorendeutsch aus dem Prospekt! - Dialog treten. Gestern schaute ich mir die Ausstellung an. Fasziniert war ich nicht, ich denke, Emma Kunz war eine recht fantasielose Person. Ernsthaft war sie und wohl auch ein wenig besessen. Die Zeichnungen sehen sich alle ähnlich, sind ein bisschen Carambole-Spielbrett und ein bisschen Mantra. Mehr Freude hatte ich an den zeitgenössischen Arbeiten anderer (siehe Foto unten). Hingehen und sich im Kunsthaus die Sachen anschauen lohnt sich aber auf jeden Fall.
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| Neon-Kunst von Mai-Thu Perret. |
Dienstag, 9. März 2021
Wie die Aargauer einst wohnten
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| Das bronzezeitliche Haus bei Seengen aussen und innen. |
1988 entstand am Hallwilersee unweit des Männerbades Seengen ein Pfahlbauhaus. Man wollte zeigen, wie die Menschen der Vorgeschichte in der Ufergegend gelebt hatten. Oder wie man das sich vorstellte. Letzten Herbst wurde das Haus, das immer mehr in den Boden eingesunken und von der Feuchtigkeit angegriffen worden war, abgerissen. Und man machte sich darin, zu Kosten von rund 220'000 Franken ein neues Haus zu bauen. Es sieht völlig anders aus, denn es orientiert sich nicht mehr an Rekonstruktionen jungsteinzeitlicher, sondern jüngerer Bauten aus der späten Bronezeit so circa um 900 vor Christus. An die Stelle des Reetdaches ist eines aus Holzschindeln getreten. Die Flechtwände sollen demnächst mit Lehm verstrichen werden – nun, schon jetzt ist es hübsch zu sehen, wie die Ur-Aargauerinnen und -aargauer wohnten.
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| 2012 fotografierte ich am selben Ort das Pfahlbauhaus. |
Montag, 8. März 2021
Schlottersamstag
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| Grüner Aargau: auf dem Niesenberg. |
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| Der Alphornbläser von Sarmenstorf. |
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| Bildstock auf dem Niesenberg. |
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| Die Reste des römischen Bades oberhalb Sarmenstorf. |
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