Er war fein, der Osterhase aus Giffers FR vom Metzger Götschmann. Jawohl, Metzger, nicht Confiseur – ich rede von einem Salami-Hasen. Irgendwie seltsam, wenn etwas, das in aller Regel aus Schoggi gefertigt ist, für einmal aus Fleisch besteht. Seltsam auch, dass Fleisch vom Schwein und vom Rind die Gestalt eines Hasen annimmt. Aber wie gesagt, er war fein, der Osterhase aus Giffers, den ich gestern anschnitt.
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Freitag, 14. April 2023
Donnerstag, 13. April 2023
Die Deutsch-Bubble
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| Das Licht des Südens hat seinen Reiz. |
- Praktisch ein Viertel der rund 354 000 Leute, die im Tessin leben, sind im Pensioniertenalter. Das ist schweizweit ein Spitzenwert.
- Der Grund dafür ist klar. Scharen von Schweizerinnen und Schweizern ziehen, wenn sie im Rentenalter sind, ins Tessin. Etwa ein Zehntel der dortigen Einwohnerschaft stammt aus dem Norden. Darunter eben viele Pensionierte. Dass ihrerseits junge Tessinerinnen und Tessiner mit akademischer Bildung in die Ballungszentren nördlich der Alpen abwandern, wos die gut bezahlten Jobs gibt, fällt als Gegentrend weniger ins Gewicht.
- Viele der Deutschsprachigen im Tessin wollen kein Italienisch lernen oder schaffen es nicht. So kommt es zur "Deutsch-Bubble", wie die NZZ schreibt, es gibt etliche Vereine und Clubs im Tessin, die ein Kultur- und Unterhaltungsprogramm speziell für Deutschsprachige anbieten.
- Im Tessin wimmelt es von Immobiliengesellschaften, Banken, Versicherungen, Anwälten, Ärzten, Kliniken, die sich auf Alte, ihre Bedürfnisse und Probleme spezialisiert haben. Speziell auch auf die aus der Deutschschweiz (und Deutschland).
- Seit fast zehn Jahren – das überrascht im NZZ-Artikel – ist zu beobachten, dass viele Rentnerinnen und Rentner irgendwann wieder in die Deutschschweiz zurückziehen. Es sind Leute, die sich dem Ende ihres Lebens nähern, oft ist grad der Gatte oder die Gattin verstorben, allein will man sich der fremd gebliebenen Tessiner Kultur nicht mehr aussetzen. Und ganz sicher will man im Pflegheim die Muttersprache sprechen. Plus sind da die Enkelkinder. Auch sie können motivieren, dass man wieder in jene Welt zurückkehrt, aus der man stammt. Selbst wenn dort die Sonne weniger oft scheint.
Mittwoch, 12. April 2023
Alpträume und Hügeli
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| Hier gibts Horrorvisionen: das "HR Giger Museum". |
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| Mmmm, Doppelrahm zum Kafi. |
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| Obelix-Anspielung auf einem Werbeplakat an der "Maison du Gruyère" in Greyerz. |
Dienstag, 11. April 2023
Und zum Schluss eine Ruine
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| Das Kloster von Rüeggisberg BE heute und … |
Ich liebe es, wenn eine Wanderung nicht nur abwärts, aufwärts oder geradeaus führt, sondern zusätzlich in die Vergangenheit. Unsere Unternehmung am Ostersamstag stimmte mich auch deshalb zufrieden, weil sie im Dorf Rüeggisberg endete. Dort besuchten wir die Ruinen des einstigen Klosters, dessen Geschichte mit zwei Mönchen beginnt, die in der abgelegenen Gegend um 1072 die ersten Zellen begründeten. Das bald erblühende Kloster hatte eine Ausstrahlung über die Region des Längenbergs hinaus, an dessen Abhang es steht, es besass allenthalben Ländereien, verfügte etwa über eigene Rebflächen am Bielersee. Auch lag es am Jakobsweg von Deutschland nach Spanien. Als im 16. Jahrhundert die Reformation im Berner Staatswesen kam, war endgültig Schluss mit dem Klosterbetrieb, manche Gebäulichkeiten verfielen, andere wurden umgenutzt. Was heute an Ruinen steht, gibt aber eine gute Idee von der Schönheit des einstigen Cluniazenser-Ablegers. Zur Erinnerung: Die Benediktiner-Abtei von Cluny im Burgund war im 10. Jahrhundert Ausgangspunkt einer gewaltigen Klosterreform. Sie verfocht eine neue Ernsthaftigkeit und wollte von ihren Anhängern wieder mehr Frömmigkeit. Auch in Rüeggisberg dürfte es betont gottesfürchtig zugegangen sein. Eigener Wein hin oder her.
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| … früher. (Rekonstruktion auf der Infotafel vor Ort) |
Montag, 10. April 2023
Vier vor vier
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| Auf der Bütschelegg, die letzten Meter zum höchsten Punkt. |
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| Die lange Gerade kurz vor Obermuhlern. |
Kehrsatz – Englisberg – Undere Wald – Obermuhlern – Niedermuhlern – Ratteholz – Bütschelegg – Oberbütschel – Taanwald – Mättiwil – Rüeggisberg, Post – Kloster – Rüeggisberg, Post. 4 3/4 Stunden, 740 Meter aufwärts, 380 Meter abwärts.
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| Der Dorfladen von Rüeggisberg. |
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| Aprilhimmel mit der umwölkten Stockhorn-Kette. |
Sonntag, 9. April 2023
Eiertütschen mit Felix
Samstag, 8. April 2023
Ich lebe eher undicht
Gestern machte ich es mir zuhause gemütlich, ging bloss kurz auf einen Spaziergang um die Häuser, meine Strasse im Zollikerberg kam mir vor wie ausgestorben. Später surfte ich ein wenig im Netz, schaute mich auf der Internetseite des "Tages-Anzeigers" um und sah, dass eine "Dichtestress-Karte" aufgeschaltet war. Ein interaktives Tool. Ich gab im Suchfeld meine Adresse ein. Und erfuhr, dass im Hektar, zu dem mein Haus gehört, 66 Personen wohnen; ein Hektar, das sind 100 auf 100 Meter. Weitet man die Fläche um mein Haus auf einen Quadratkilometer aus, sind es 1523 Personen. In der Schweiz wohnten 65 Prozent der Leute dichter als ich, stand da auch. Interessant. Landesweit am engsten, las ich des weitern, sind die Menschen in der Genfer Innenstadt gepackt: 29 000 pro Quadratkilometer.
P.S. Dort, wo wir heute hinwandern, leben 14 Personen auf einem Quadratkilometer.
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| Meine Strasse im interaktiven "Tagi"-Tool (Screenshot). |
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