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Samstag, 11. April 2026

Visite Nr. 2

Da ist er ja: der Cheisacherturm, 698 Meter über Meer.
Blick vom Turm aufs liebliche Fricktal und weiter Richtung Norden.
Alter Grenzstein mit dem
Berner Bär nah der Sennhütte.
Als wir 2011 zum Cheisacherturm wanderten, war er noch ganz neu. Diesen Mittwoch besuchten wir ihn erneut, er steht halt so attraktiv in der Landschaft – hoch über dem Fricktal zwischen dem Tal des Rheins und dem Tal der Aare. Natürlich stiegen wir auch diesmal auf zur Plattform auf gut 24 Metern, um die Aussicht zu geniessen. Dass wir danach brätleten, habe ich vorgestern voller Begeisterung erzählt. Bleibt die Route nachzutragen: Start in Hornussen und von dort zur Sennhütte, einem Wanderknoten, in dessen Nähe alte Grenzsteine davon zeugen, dass in dieser Gegend einst der Berner Oberaargau der Alten Eidgenossenschaft mit dem habsburgischen Fricktal zusammentraf. Von der Sennhütte wars dann nicht mehr weit zum Turm. Nach dem Brätlen stiegen wir nach Gansingen ab, wo wir uns ein eiskaltes Bier vom Denner genehmigten. War toll, was natürlich auch mit dem wunderbar milden Wetter, dem Sonnenschein und dem voll einsetzenden Bluescht zu tun hat.
3 h 50 min, je 500 Hm auf- und abwärts.
Jetzt blühen sie wieder.

Dienstag, 15. Februar 2011

Turm-Salami

Der Cheisacherturm, 25 m hoch.

Ein Fricktaler Plättli, toll!

Die Turm-Salami vom Wiler Metzger.

Gastgeber René und Karin.
Es gibt einfach liebe Menschen! Am Wochenende gingen wir zum Cheisacherturm, der eine Aussicht über das Fricktal bietet. Empfohlen hatte mir den kürzlich montierten Turm Karin, die in der "Tagi"-Kantine arbeitet und am Cheisacher lebt. Und es war dann toll, dass Karin und ihr Partner René uns auf dem Hügel erwarteten. Sie kredenzten Kafi Güx, hatten aber auch ein Plättli bereitgemacht mit der vom "Schwyzerhüsli"-Metzger im nahen Wil neu kreierten "Cheisacher Turm-Salami". Es gibt einfach liebe Menschen!

Donnerstag, 9. April 2026

Endlich wieder einmal

Lang ists her. Gestern aber, da klappte es endlich wieder einmal. Bei bestem Wetter steuerten wir im Fricktal den Cheisacherturm an. Unter ihm gibts ganz nah zwei Grillstellen, die eine bei der Sternwarte am westlichen Ansatz des Cheisacher-Gipfelkamms, die andere an dessen östlichem Ansatz beim Grundboden. Die erste Grillstelle war frei, bot eine grandiose Sicht hinab ins Mettauertal und auf den Rhein, allerdings fanden wir sie zugig, es blies nämlich eine leichte Bise. Und daher wählten wir Grillstelle Nummer zwei, die beim Grundboden, auch sie war frei. Wir sassen schön windgeschützt am Waldrand, es gab Currynüssli als Knabbervorspeise, und bald waren unsere Würste parat. Und wie es unser Stil ist, wenn wir am Feuer essen: Eine Flasche Rotwein wurde entkorkt. Wir müssen und werden wieder mehr brätlen.

Freitag, 10. April 2026

Ein ruhiger Tag in Gstaad

St. Niklaus in Gstaad an der Dorfpromenade.
Der Kirchenpatron, der heilige Nikolaus.
Für ein Interview reiste ich gestern am frühen Morgen ab nach Gstaad, die Fahrt war dann lang, aber angenehm, ab Spiez war der Zug höchstens halbvoll. Auch in Gstaad war es ruhig, ich war früh dran, kam um halb zehn an, schlenderte durch den Ort, musste noch warten, schaute mich um. Am allerbesten gefiel mir die Niklauskapelle mitten im Dorf. Als sie gebaut wurde, im Jahr 1402, gab es hier noch nicht viel. Es folgte die Demütigung der Reformation, 1556 wurden sämtliche Heiligenbilder und Altäre entfernt. Zu Ende des 19. Jahrhunderts und bis 1923 musste die Kapelle gar als Schulhaus herhalten. Heute aber ist sie wieder ein Gotteshaus, dessen eine Glocke übrigens auf das Jahr 1404 zurückgeht. Gern verbrachte ich eine Viertelstunde im Inneren, es war still, niemand anders war da. Wie schon gesagt: Das war ein ruhiger Tag in Gstaad. Entspannt fuhr ich kurz nach Mittag wieder heim.

PS: Wie die Wanderung zum Cheisacherturm vom Mittwoch verlief, erzähle ich morgen.

Drinnen war ich ganz allein.

Samstag, 5. März 2011

Meine gedokterte Kolumne

Fehlt in der Story: Karin (und Partner) auf dem Cheisacher.
Zuerst war ich entsetzt, aber dann fand ich es schnell lustig. Und vor allem erinnert es mich an einen Roman, den ich vor Jahren las und genial fand: "Abspann" vom Amerikaner Steve Tesich über einen Script Doctor in Hollywood, der alles mit einem Drehbuch anstellt, was man von ihm wünscht. Zum Beispiel auch: Eine Figur ganz herausschneiden und den Rest so zusammenfügen, dass es ist, als habe es die Figur in der Story nie gegeben. Womit wir bei meiner Kolumne wären, die gestern wie immer in zwei Blättern erschien, im "Tagi" und im "Bund". Die Hauptrolle spielt eine gewisse Karin, die in diesem Blog auch schon vorkam: Sie kocht in der "Tagi"-Kantine, sie sagte mir, dass es auf dem Cheisacher im Fricktal neuerdings einen Turm gibt, sie offerierte mir und meinem Grüppchen dort oben einen formidablen Apero mit Fleischplättli. Kann man alles nachlesen. Im "Tagi" jedenfalls. Im "Bund" hatten sie wohl Platzprobleme wegen dem Inserat auf der Seite; jedenfalls: keine Spur von Karin! Ein unbekannter Meister der Redaktion hat sie aus der Kolumne entfernt. Chapeau, so etwas muss man können, dachte ich, als ich gestern am Bahnhof von Herzogenbuchsee die Zeitung las! Eben, ich war zuerst entsetzt. Aber dann fand ich es schnell lustig.

Und hier für alle, die es interessiert, die gedokterte Version aus dem gestrigen "Bund":


Der kleine Bund
Zu Fuss Diese Woche im Fricktal, Kanton Aargau.
Ein Turm und seine Salami
Thomas Widmer
Eines warmen Februartags fahren wir zu neunt los. Im Bus queren wir von Brugg her den Bözberg, einen Übergang, den schon die alten Römer nutzten. Weil ich mich mit meiner Sitznachbarin unterhalte, entgeht mir die Verwandlung der Landschaft. Sie wird zum Garten. Das Fricktal ist das Reich der Vögel, Reben, Kirschen, ein Obstparadies, dessen Hecken, Baumketten, Hügelwellen mich an die Toskana erinnern. Seine tieferen Teile gelten als die wärmste Region nördlich der Alpen mit 40 Sonnentagen mehr pro Jahr als das Mittelland.
In Effingen steigen wir aus. Kurzer Blick auf den Wegweiser, jawohl, die Sennhütte ist verzeichnet. Anderthalb Stunden später sind wir bei diesem ersten Zwischenziel, haben es allerdings, weil uns die Schilder des «Helsana»-Trails narrten, auf einem Umweg erreicht. Bereits sehen wir auf der nächsten Krete den Cheisacherturm aus hellem Holz. Wir streben ihm via Ampfernhöhe zu, wo uns ein Bunker interessiert, eine ehemalige Sanitätshilfsstelle. An ihm vorbei halten wir aufwärts, bleiben dabei auf dem Wanderweg Richtung Bürersteig, biegen schliesslich doch von ihm links ab; bis zur Turmweihe am 1. Mai soll die entsprechende Beschilderung angebracht sein.
Schlank ist der Turm, frisch, elegant. Auf der Plattform 24 Meter über Boden schauen wir uns um. Die Luft ist dunstig. Wir sehen das Fricktal vor uns ausgebreitet samt dem nahen Gansingen, sehen den Rest unserer Route, die auf den Laubberg führen wird und nach Wil – sehen aber nicht die Alpen und den Feldberg. Macht nichts. Denn jetzt lockt die nächste Attraktion. Endlich müssen wir doch weiter, wir haben noch einmal zweieinhalb Schwitzstunden vor uns. Auf Waldwegen geht es hinüber zum Bürersteig. Und dann geht es wieder aufwärts und am Bürerhorn vorbei zum Laubberg. Rührend die rudimentäre Kapelle mit der Pietà. Wir halten inne. Und steigen alsbald auf dem steilen Stationenweg und später durch einen sanften Hang ab nach Wil. Dort werden wir wieder an den Turm erinnert. Eine Fricktalerin hat erzählt, dass die Bäckerei Weber das Cheisacher Tübli kreiert hat, eine Praline. Und beim Metzger des Schwyzerhüsli, in dessen Gastwirtschaft wir ein Bier nehmen, gibt es die Cheisacher-Turm-Salami, die wir oben beim Turm gegessen haben. Da nimmt eine Region Anteil an ihrem Bauwerk.

Dienstag, 26. April 2011

Die goldene Stufe

Diese unbekannte Wanderin hats geschafft, sie steht auf dem Cheisacherturm und linst nun zum 24 Meter tiefer gelegenen Boden hinab. Über den Holzturm schrieb ich vor einigen Wochen eine enthusiastische Wanderkolumne, und ich bloggte auch über ihn - er ist neu, er steht im Fricktal oberhalb von Gansingen, und er wird am kommenden Wochenende eingeweiht. Bis dann kann man noch mitsteigern - um die oberste Treppenstufe, die vergoldet werden soll. Auf der Turm-Homepage ist der Zwischenstand der prestigiösen Auktion und Aktion nachlesbar. Momentan führt ein Männertrio, ich bin gespannt, ob ihre 3000 Franken noch überboten werden.

Dienstag, 13. August 2013

Garten Eden (AG)

Fricktal, du bist schön! Auf dem Hügel rechts der Mitte steht der Cheisacherturm.
Von Brugg via Bözberg, Sennhütten, Sulzerberg nach Laufenburg - eine weite, aber nicht sonderlich strenge Wanderung. Nicht zum ersten Mal kam mir das Fricktal vor wie ein Garten: das satte Grün sanfter Hügel, die reifen Äpfel, die Brombeeren an sonnenwarmen Halden. Man muss, man will da immer wieder hin - und es gibt halt für diese paradiesische Gegend kein besseres Adjektiv als mein altes, geliebtes "bukolisch".

Samstag, 12. Februar 2011

Heut gehn wir auf den neuen Turm

Da vorn steht er jetzt. Dieses Foto machte ich vor Jahren auf dem Chamerenfels, die Blickrichtung ist Westen -
und eben, dort steht auf dem Fricktaler Aussichts-Hügel Cheisacher, auf 698 Metern, neuerdings ein Turm. Letzten Herbst hat man ihn montiert. Im Frühling wird er offiziell eröffnet. Besteigen kann man ihn jetzt schon. Wir tun es heute - ich freue mich sehr auf den Cheisacherturm.