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| In der Ruine Gilgenberg. |
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| Das Gemäuer von aussen. |
Gestern erwähnte ich die Ruine Gilgenberg im Solothurnischen, bei der ich am Mittwoch vorbeischaute, nachdem ich auf die Portiflue gestiegen war. Fünf Dinge möchte ich zu dieser Ruine nachschieben:
- Gilge ist wie Ilge ein altes Wort für Lilie.
- Die Lilie war das Wappenzeichen der Herren von Ramstein, denen die Burg Gilgenberg einst gehörte. Dasselbe Lilien-Motiv findet sich heute im Ortswappen von Zullwil, dem Dorf am Fuss der Burg.
- In Zullwil gibt es ein Restaurant, das nach der Burg benannt ist. Im "Gilgenberg" ass ich nach meiner Wanderung gut: ein pikantes Gazpacho und dann ein Schweinssteak mit Café-de-Paris-Sauce und Pommes frites.
- Bei meiner Burgvisite fand ich, dass die Ruine ein wenig dem Römer Kolosseum gleicht. Kann man das nachvollziehen?
- Eine finstere Geschichte aus dem 15. Jahrhundert: Der letzte Freiherr von Ramstein, das war Rudolf von Ramstein. Seine Frau verliess ihren chronisch untreuen Mann nach zehn Jahre Ehe. Das Paar hatte drei Töchter. Die ältere heiratete in eine andere Adelsfamilie ein. Die beiden jüngeren fanden keine geeigneten Freier und liessen sich darum von Bauernburschen entführen. Das endete schlimm: Die Burschen wurden enthauptet. Die eine Tochter wurde in ein Kloster gesteckt, wie es mit der anderen weiterging, ist nicht bekannt. Klingt das nicht wie ein Novellenstoff?
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| Mein Zullwiler Zmittag. |
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