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Donnerstag, 7. Juli 2016

Der Lift am Melchsee

Das ist der Lift.
Seit 2011 gibt es auf dem Plateau von Melchsee-Frutt OW den Panoramalift. Ich war schon länger nicht mehr in der Gegend, wusste nichts von dem Lift und sah ihn gestern das erste Mal. Er überwindet eine Höhendifferenz von 32 Metern, oben steht man 40 Meter über dem Melchsee und hat eine fantastische Sicht - mir gefiel das sehr. Und was ich gestern auch mochte: das Wetter. Mit zunehmendem Alter hasse ich am Hochsommer das Gleissende und Brütende. Gestern vormittag musste der Sommer sich von der kurzen Tiefdruckphase der Vornacht erholen, der Himmel war voller Wolken, die Luft kühl, die Farben frisch. Mehr von meiner Unternehmung morgen in diesem bewegten Blog.
Aussicht von oben (I): Wir sehen das Frutt Lodge & Spa.
Aussicht von oben (II): Der Melchsee und das Fruttkapellchen.

Mittwoch, 6. Juli 2016

Mein Statuenexzess

Imfeldstrasse beim Schulhaus Letten.
Letzte Woche war ich ein paar Mal mit dem Fotoapparat in Zürich unterwegs, und garantiert dachten Passanten: Was für ein dirty old man! Ich fotografierte nackte Statuen, für eine Seite im Tagi. Frauen - um die Männer kümmert sich ein Kollege. Gestern ist meine Seite "Stadt der Nackten" erschienen samt Onlineversion zum Durchklicken. 
Plätzli Aegerten, Werdstrasse 140.

Dienstag, 5. Juli 2016

Der Jobsharer von Petra Pertusa

Pertundere heisst das lateinische Verb, durchbohren, pertusus ist das Partizip Passiv dazu, durchbohrt. Der französische Name "Pierre Pertuis" leitet sich davon ab: durchbohrter oder durchstossener Stein. Allerdings war das Loch wohl schon von der Natur angelegt, bevor es die Römer vergrösserten und eine Strasse hindurchzogen. Als ich am Samstag von Sonceboz nach Tavannes ging, kam ich vorbei - der Ort ist atemberaubend. Pierre Pertuis liegt etwa 300 Meter nördlich des gleichnamigen bernjurassischen Passes, der die Wasserscheide der beiden Täler der Schüss und der Birs bildet. Eine alte lateinische Inschrift ist durch ein Schild verdeutlicht und übersetzt. Der römische Verwaltungsbeamte Marcus Dunius Paternus, der sie anbringen liess, war eher der Ausbauer als der Erbauer des Tunnels und der  Strasse, sagt die Forschung. Duumvir oder duovir heisst übrigens, dass er sein Amt mit einem gleichgestellten Kollegen teilte. Heutzutage nennt man es "Jobsharing".

Montag, 4. Juli 2016

Besuch bei der Babybirs

Das Gebäude mit der Quellfassung der Birs liegt 10 Minuten vom Bahnhof
Tavannes entfernt auf einer Art Werkhofgelände. Ein schöner Ort ist das nicht.
Gern hätte ich den Raum betreten, ging nicht, die Tür war zu, man muss sich vorgängig bei der Gemeinde melden, wenn man in Tavannes die Quelle der Birs besichtigen will. So blieb es am Samstag bei einem Foto durch die beschlagenen Scheiben. 73 Kilometer lang ist die Birs. Bei ihrer Quelle ist sie schon ein kleiner Fluss, viel Wasser hat sich bereits unterirdisch gesammelt, das Netz der Kavernen im Berg ist kilometerlang und verzweigt. Am Ende mündet die Birs dann bei Basel in den Rhein. - Morgen oder übermorgen etwas mehr zu meiner Samstagsunternehmung im Berner Jura, ich erkundete die Gegend zwischen dem Tal der Schüss und dem der Birs und war endlich einmal bei Pierre Pertuis, wo ein römischer Statthalter ein berühmtes Schild hinterlassen hat.
Ich musste durch die beschlagene Scheibe fotografieren.

Sonntag, 3. Juli 2016

Un Delémontain à Dachsfelden

Seltsame Ortsnamen sind sozusagen mein Hobby. Und überraschende Adjektive zu Ortsnamen sowieso. Als ich gestern im Berner Jura war, entnahm ich der Zeitung, siehe Foto, dass zu "Delémont" das Adjektiv "Delémontain" gebildet wird. Notabene las ich diese Zeitung in einem Café in Tavannes, und dieses grosse Dorf trug früher den deutschen Namen "Dachsfelden". Er ist praktisch entschwunden. Immerhin gibt es in Basel, dessen Fürstbischöfe den Jura einst regierten, noch eine Dachsfelderstrasse.

Samstag, 2. Juli 2016

Das Freiluftbett von Safiental

Irre sieht das aus. Surreal. Gestern gab ich in meiner Zeitung Tipps, wie man dem Züri-Fäscht entkommt, ohne Zürich verlassen zu müssen. Ich erwähnte auch den Trinkbrunnen auf dem Hunziker-Areal in Zürich-Leutschenbach; der Brunnen ist erstaunlich launisch und gibt Gratisgetränke nur heraus, wenn er will. Es handelt sich um Kunst am Bau von den formidablen Brüdern Frank und Patrik Riklin, die in St. Gallen das Atelier für Sonderaufgaben betreiben. Sie machten auch schon mit dem Null-Sterne-Hotel in einem alten Bunker in Teufen AR von sich reden. Genau dieses Konzept erlebt jetzt eine kreative Variation und geografische Verschiebung: Heute startet im Safiental die neuste Aktion der Riklins. In Kooperation mit der örtlichen Tourismus-Organisation offerieren sie ein Doppelbett unter freiem Himmel auf 1800 Metern. Wie ich der Pressemitteilung entnehme, amtieren Leute aus der Umgebung als Butler, bringen Kaffee und den Zmorge, die Nacht kostet 250 Franken. Wird das Bett nicht gebraucht, ist es mit einer Blache abgedeckt. Nicht klar ist mir, was passiert, wenn man nachts im Bett liegt und es zu regnen beginnt. Vermutlich nicht viel, ausser dass man nass wird.

PS: Wer sind die Leute auf dem einen Foto? Thomas Buchli, Gemeindepräsident von Safiental GR, posiert mit Ehefrau Tanja im Pyjama. Beim Butler handelt es sich um den Bauer Marco Waldburger, einen der Butler-Freiwilligen.

Freitag, 1. Juli 2016

Verlockung per Mail

Schon verrückt, was man als Blogger für Mails kriegt. Dieses hier kam gestern. Die PR-Firma, von der es stammt, betreut eine nicht unbekannte Hotelkette. Verlockend, nicht? Einzig die Bezahlung wird nicht angesprochen. Aufgrund anderer, ähnlicher Angebote schätze ich mal, dass ich gratis in einem Hotel der Kette übernachten dürfte. Mit Znacht. Und vielleicht sogar Sackgeld, heieiei.
Voilà das Mail der PR-Dame, das ich ein wenig retuschiert habe.