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Sonntag, 14. September 2014
Meine ersten zehn
Gestern fiel mir ein, dass ich heuer zwei Jubiläen als Wanderkolumnist zu feiern hätte. Und dass ich das eine schon verpasst habe: Im August 2004 begann ich bei der Weltwoche übers Wandern zu kolumnieren. Das ging damals ganz schnell: Mein Kollege Christian Seiler plante einen kleinen Relaunch im, wenn ich mich recht erinnere, zweiten Heftteil und hatte noch eine Spalte offen. Auf charmant Österreichisch fragte er mich dann: "Widiwidmer, hast du mia nicht äne Kolumne?" Im Oktober steht dann mein Sechsjähriges beim Tagi an - jetzt hoffe ich natürlich, dass es viele weitere Jahre werden.
Samstag, 13. September 2014
Connected Family?
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| Heute will ich keine nassen Füsse. |
PS: Was man immer für Einladungen bekommt, wenn man übers Wandern schreibt. Hier der Auszug aus einem Mail; was zum Teufel das übrigens für eine Familie ist, die da angesprochen wird: keine Ahnung!
"Auch dieses Jahr reissen Sie Suunto und Salomon über Mittag wieder aus dem Arbeitstag und zeigen Ihnen während zweier Stunden die neusten Produkt-Highlights: Auf einem kurzen und für jedermann/jedefrau machbaren Lauf durch die Zürcher Innenstadt erleben Sie die vielfältigen Möglichkeiten der Suunto Connected Family, erhalten Infos rund um die GPS-Uhr Ambit3 und die Features der brandneuen Movescount-App und testen gleichzeitig den Salomon-Trainingsschuh Sense Pro. Zurück im Bad Utoquai stärken wir uns anschliessend bei einem leckeren Mittagessen."
Freitag, 12. September 2014
Er geht, ich gehe mit
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| Auf Facebook berichtete Peter über die Route. (Screenshot) |
Donnerstag, 11. September 2014
Das höllische "nicht"
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| Der rote Kreis zeigt, wo ich wohne. Bald wird es lärmig. |
"...ihre Fahrzeuge während dieser Zeit vor oder nach der Baustelle nicht verkehrsbehindernd abzustellen".Das "nicht" in dem Satz ist höllisch. Heisst das nun, dass man das Fahrzeug NICHT nah der Baustelle abstellen darf, weil es sonst den Verkehr behindert? Oder darf man das Fahrzeug abstellen, wenn man es so macht, dass man den Verkehr NICHT behindert? Gott sei Dank habe ich kein Auto und muss mich nicht mit dem zweideutigen Behördensatz herumschlagen. Gut informieren ist eine Kunst.
Mittwoch, 10. September 2014
Vom textilen Glarus
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| Als Glarus noch niedlich nichtindustrialisiert war. Illustration von 1572. (Wikicommons/ Braun) |
Dienstag, 9. September 2014
Parisii
| Goldmünze der Parisii, 100 bis 50 vor Christus.(Wikicommons/Sting) |
"Paris ist ein Wunder der Intensität; es ist viel dichter bepackt als Berlin oder London, die ein Mehrfaches an Fläche besitzen. Und seine historische Tiefe ist beeindruckend. Die Stadtgeschichte beginnt um gut 250 vor Christus mit dem Keltenstamm der Parisii, der die Seine-Inseln besiedelt; darunter jene Insel, auf der heute die Notre-Dame steht."
Montag, 8. September 2014
Hulftegg und Hochzeit
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| Hochzeit auf St. Iddaburg. |
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| Mein Teller auf der Hulftegg. |
- Auf der Hulftegg assen wir auf der Terrasse, am Nebentisch war ein Motorradbiker in ein Buch vertieft; einen Biker, der liest, sieht man selten. Mein Teller war wirklich gut, zarte Kalbsschnitzel, viel Gemüse, Nüdeli. Dazu tranken wir einen Roten. Das Restaurant an der Passstrasse steht zum Verkauf. Ich hoffe, der Handwechsel gehe gut und es werde dort oben weiterhin anständig gekocht. Ausflugsbeizen, wo bei gutem Wetter Andrang herrscht und bei schlechtem Wetter keiner einkehrt, sind nicht einfach zu betreiben. Die Gefahr, dass man als Wirt in Lieblosigkeit und 08/15 verfällt, ist gross.
- Auf St. Iddaburg, einem Felssporn mit einer Wallfahrtskirche, einem der schönsten Orte der Ostschweiz, betrachteten wir in der Kirche die Schwarze Madonna. Von einer Frau vom Volg Kirchberg bekamen wir jeder und jede ein Rivella geschenkt, was mit dem Fest draussen vor der Kirche zu tun hatte. Eine Hochzeitsparty war in vollem Gang, eine Schlange von Gratulantinnen und Gratulanten formierte sich vor dem jungen Brautpaar, zwei Typen im bäuerlichen Gewand spielten Schwizerörgeli, alte Traktoren bildeten den schmuckvollen Rahmen. Irgendwie war das stimmig, man hätte stundenlang zuschauen wollen.

Die schwarze Madonna von St. Iddaburg.
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