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Sonntag, 17. Juli 2022

Passnahrung

Erste Schritte im Engadin: Abstieg von der Passhöhe zum Boden der Alp Funtauna.
Das Murmeli war gar nicht scheu.
Im Val Susauna.
Im Engadin wird halt gern gejagt:
Käseschnitte mit Wildsalamettli.
Eben machten wir den Scalettapass. Um einen alten Säumerübergang handelt es sich, einen Abschnitt der Route von Chur ins Veltlin. Zuhinterst im Dischmatal nah Davos, bei der Bushaltestelle auf dem Dürrboden, starteten wir. Waren nach anderthalb Stunden auf dem Pass, 2606 Meter über Meer. Dort überschritten wir so nebenbei die Europäische Wasserscheide: Auf der Davoser Seite strömt das Wasser in den Rhein und in die Nordsee, auf der Engadiner Seite aber in den Inn und ins Schwarze Meer. Es folgte der Abstieg zur Alp Funtauna am Südfuss des Passes. Dort stellten wir fest, dass wir nun praktisch allein waren, das Gros der Wanderer und Wanderinnen, rund 40 Leute, war oben Richtung Kesch-Hütte abgebogen. Nun kam die Überraschung. Ich war davon ausgangen, dass die zehn Kilometer im Val Susauna hinab nach Susauna und Cinuos-chel ein wenig öd sind. Doch stellte sich besagtes Val Susauna, seltsamerweise "Val Susäma" ausgesprochen, als Bijou heraus: sprudelnder Gebirgsbach, an den Bröckelbergen hoch hinauf sich ziehende grüne Matten, hübsche Holzbrücklein und Felsklötze. Wir waren begeistert und fanden, dass dies eines der allerschönsten Alpentäler ist. Formuliert wurde unser Fazit in Cinuos-Chel. Gleich beim Bahnhof gabs dort im Restaurant Veduta Bier. Und eine deftige Käseschnitte. Passnahrung. 
5 Stunden 20 Minuten. 655 Meter aufwärts, 1032 Meter abwärts.

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