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Sonntag, 27. November 2022

Das Ellhorn, ein Gewinn



Die Fotos habe ich schon bearbeitet und abgelegt. Aber der Kopf ist noch zu voll von den Eindrücken unserer Route, ich muss vorerst quasi meine Erinnerungen sortieren, bevor ich hier aushole und resümiere, was wir gestern unternahmen. Und daher heute nur dies: Wir begingen mit Start in Sargans einen Abschnitt des Rheintaler Höhenweges. Und … das Licht war fantastisch mit wildem Wolkenspiel und einer Sonne, die mit dem Wegfressen des Nebels ziemlich beschäftigt war. Mein Foto ist gegen Mittag oberhalb von Oberschan aufgenommen, Blickrichtung Süden. Es zeigt den Rhein in der Gegend von Sargans. Der nicht besonders hohe, aber doch schön geformte Berg im Vordergrund gleich links des Flusses ist das Ellhorn. Es gehörte bis 1948 zu Liechtenstein und kam dann durch einen Gebietsaustausch zur Schweiz. Ein Gewinn für unser Land, finde ich.

P.S. Letzten Mittwoch kam das Ellhorn schon einmal in meinem Blog vor. Man sieht es auf dem untersten Foto des Eintrags.

Montag, 15. Januar 2024

Herrliche Herrschaft

An der Landquart, kurz nach dem Start.
Der Rhein bei Bad Ragaz. Hinten der Gonzen (l.) und der Alvier.

Am Samstag wäre das Wetter in den Bergen ideal gewesen. Doch ich fürchtete den Rummel. Und also verzichtete ich auf die grandiose Winterwanderung in der Region Lenzerheide, die mir ursprünglich vorgeschwebt hatte, und reiste bloss in die Bündner Herrschaft. Bloss? Die Wanderung von Landquart nach Malans und vorbei an Jenins nach Maienfeld war grandios, die Sonne strahlte, die Landschaft glänzte, in den kahlen Weinbergen weideten Schafe, und rundum gabs Berge zu sehen von Calanda und Pizol und Guscha über Gonzen und Alvier und Altmann bis Regitzer Spitz, Schnielskopf, Ellhorn und Falknis. Apropos: Wir – ich und meine Begleiterin – assen im Restaurant Falknis in Maienfeld sehr gut (Cordon bleu vom Kalb und Mistkratzerli an Merlotjus mit Polenta) und fanden das Lokal rustikal und gemütlich. Danach hielten wir hinüber zum Bahnhof Bad Ragaz. Die Unternehmung war nicht lang gewesen, drei Stunden Gehzeit. Aber ich fuhr doch gegen drei Uhr mit erwärmtem Gesicht heim. Und kam voll entspannt zuhause an, es fühlte sich gut an, den Massen von Skifahrerinnen und Skifahrern, Snöberinnen und Snöbern entkommen zu sein.
Die schön altmodische Fassade unseres Restaurants. Wir tranken tatsächlich lokalen Beerliwein.
Das Mistchratzerli, die Polenta wurde separat gereicht.
(Foto: Ronja)

Sonntag, 4. Juni 2023

Die Ländletour


Gestern wanderten wir im grossen Kleinreich des Fürsten Hans-Adam II. – also in Liechtenstein. Das war lehrreich und auch ein wenig abenteuerlich, wir gerieten in die Geschichte der Walser, lernten etliche neue Berge und kuriose Flurnamen kennen, besuchten den Mittelpunkt des Ländles, bekamen es im steilen Gelände mit leicht ausgesetzten Stellen, hohen Tritten und Seilsicherungen zu tun, bestiegen einen Aussichtsturm und trafen die Posten eines Halbmarathons und Marathons. Auch assen wir gut. Das muss alles in Ruhe erzählt werden, heute erst komme ich im Laufe des Tages dazu, die Eindrücke zu sortieren. Hier vorerst eines der letzten Fotos der Wanderung, es ist etwas oberhalb von Triesenberg aufgenommen und zeigt den Rhein und sein Tal, Blickrichtung Sargans. Der Minigipfel praktisch in der Bildmitte ist das Ellhorn, von dem ich auch schon erzählt habe. Schön, Dinge wieder einmal gesehen zu haben aus einem ganz neuen Winkel.

Mittwoch, 23. November 2022

Der Saarfall


Derzeit hat er wenig Wasser: der Saarfall.

Im Sarganserland, wo der Autobahnlärm allgegenwärtig ist, denke ich beim Wandern immer wieder mal: Seltsam, dass hier so viele Leute vorbeifahren Richtung Bündnerland, Liechtenstein, Österreich oder Richtung Zürich – und dass sie vermutlich keine Ahnung haben von all dem Schönen, das in diese Landschaft gepackt ist. Gestern kam ich südöstlich von Vilters am Fall der Saar vorbei, die vom Pizolgebiet her talwärts schiesst. Der Saarfall führte zwar grad wenig Wasser, gefiel mir aber doch ausserordentlich samt dem gestauten Seeli, das er speist – ich war wieder einmal froh, dass ich kein Vorbeiraser bin.
Das Seeli des Saarfalls. Hinten links das Ellhorn bei Balzers.