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Mittwoch, 13. März 2024
Harry und der Haarsalon
Dienstag, 12. März 2024
Säulen, die schweben
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| Die Bar im "Kunst(Zeug)Haus" Rapperswil. |
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| Der Ort von aussen. |
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| Das Dach über dem Obergeschoss ist selber Kunst. |
Rapperswil hatte im Mittelalter und auch später kein eigentliches Zeughaus. Waffen, anderes Kriegsgerät und Munition wurden im Schloss und im Rathaus gelagert. Im jungen Schweizer Bundesstaat wurde die St. Galler Stadt dann zum Standort eines von mehreren eidgenössischen Zeughäusern bestimmt. 1861 und 1862 entstand der Bau, wurde 1905 erweitert. In der Gegenwart hat das Militär das Areal preisgegeben: Das Zeughaus wurde 1998 umgebaut und später zum "Kunst(Zeug)Haus" umfunktioniert. Am Sonntag besuchte ich eine Ausstellung im lichtdurchfluteten Obergeschoss. "Humaine Nature" zeigt Werke des Franzosen Benoît Billotte, die sich in der Weite des Raumes überhaupt erst entfalten können. Besonders gefielen mir die textilen Säulen, die über dem Boden schweben. Bis zum 5. Mai dauert die Ausstellung, die Visite lohnt sich auch wegen der schicken Bar im Erdgeschoss. Dort trank ich das Bier "Wanderlust", von dem ich gestern erzählt habe.
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| Stoffsäulen: Benoît Billottes "Au fil des temps". |
Montag, 11. März 2024
Rapperswiler Wanderlust
Für eine Person wie mich ist dies natürlich das angemessene Bier. Ich trank es gestern in Rapperswil, wo es in der "Bier Factory" gebraut wird. "Wanderlust" ist ein Pale Ale, also ein in der Farbe helles, tendenziell bitteres, in diesem konkreten Fall aber durchaus auch fruchtiges Bier. Doch, war gut. Noch besser würde das Getränk natürlich schmecken, wenn wir 35 Grad im Schatten hätten. Aber bekanntlich kommt der Sommer schneller, als man denkt.
Sonntag, 10. März 2024
Betäubende Visite
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| Oskar Reinharts Villa in Winterthur, heute ein Kunstmuseum. |
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| Drinnen. |
Oskar Reinhart, 1885–1965, war ein Spross jener Winterthurer Familie, die das Handelshaus Gebrüder Volkart betrieb, eine riesige, zum Beispiel im weltweiten Baumwollgeschäft aktie Firma. Die Passion von Oskar Reinhart war freilich die Kunst, löblich ist, dass er das, was er im Lauf seines Lebens zusammentrug, der Öffentlichkeit überlassen hat. Es sind gleich zwei Sammlungen, die in Winterthur besucht werden können. Das "Kunst Museum Winterthur | Reinhart am Stadtgarten", zentral gelegen, gehört der Stadt und zeigt Werke schweizerischer, deutscher und österreichischer Künstler und Künstlerinnen des 18. bis 20. Jahrhunderts (momentan ist es geschlossen wegen eines Umbaus). Die Sammlung "Am Römerholz" wiederum findet sich hoch über der Stadt am Waldrand in jener splendiden Villa, in der Reinhart gewohnt hatte; diese Sammlung gehört der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Gestern besuchte ich die Römerholz-Villa, schaute mich in den verschiedenen Sälen um und sah Goyas, Manets, Courbets, Van Goghs, Renoirs, Corots, Cranachs. Ja, ja, einen Picasso gabs natürlich auch. Unglaublich, diese Fülle – ich verliess Oskar Reinharts Haus in einem Zustand der glückseligen Betäubtheit.
Samstag, 9. März 2024
Das Fussmalheur
| Mir war nicht klar, wie ich meinen kleinen Fuss-Unfall bebildern könnte. Dann stiess ich auf das hübsche Wappen der allgäuischen Stadt Füssen. Passt, oder? (Wikicommons) |
Freitag, 8. März 2024
Bananenhöhle und Kaufleuten
So, der Anlass ist aufgeschaltet. Zürich, "Kaufleuten", 15. Mai. Buchvernissage. Und ich bin der Autor. Seit einem Jahr arbeite ich an "Neue Schweizer Wunder", zwei Dinge motivierten mich: Zum einen wurde das Vorgängerbuch "Schweizer Wunder", 2016 erschienen, ein Bestseller, was natürlich beflügelt, etwas nachzuschieben. Zum anderen sah ich in den letzten Jahren beim Wandern und auch auf journalistischen Exkursionen so viele wunderbare und wunderliche Dinge, dass ich irgendwann fand, es täte weh, von ihnen dauerhaft zu schweigen. Daher also das neue Buch, das punkto Format wie das frühere ein Büchlein sein und gut 100 Ausflugstipps zu staunenswerten Dingen überall im Land liefern wird. Zum Beispiel geht es um die Bananenhöhle in der Nähe von Brugg. Die hat zwei Öffnungen und krümmt sich unterirdisch wie eine Banane, durchs eine Loch steigt man ein, durchs andere aus. Mehr von meinen Wundern werde ich im "Kaufleuten" erzählen und freue mich über alle, die die Veranstaltung besuchen. Moderieren und mit mir ein Gespräch führen wird meine "Schweizer Familie"-Kollegin Natascha Knecht, bekannte Alpinistin und selber Buchautorin – das wird sicher ein guter Abend.
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| Die Bananenhöhle bei Brugg. |
Donnerstag, 7. März 2024
Die Sache mit der Pferdewechselstation
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| Der "Schlüssel" in Muttenz. Im Nachhinein bedaure ich es, hier am Montag nicht eingekehrt zu sein. Als Mittagsmenü war Fleischvogel angekündigt. Habe ich ewig nicht mehr gegessen. |
Die längste Zeit habe ich nachgebetet, was ich einmal irgendwo gelesen hatte: Muttenz kommt von lateinisch mutatio, Pferdewechselstation. Nun war ich eben in Muttenz und schlug alsbald die Herkunft des Ortsnamens nach. Stellt sich heraus: Die Wissenschaft verwirft die Pferdewechselstation-Interpretation und macht dabei geltend, dass in diesem Fall das N im heutigen Ortsnamen nicht erklärbar ist. Denn mutatio hat kein N. Eine andere Theorie lässt sich auch nicht erhärten: Muttenz könnte von einem alteuropäischen Gewässer namens Mudantia abgeleitet sein, in diesem Ausdruck steckt das deutsche Wort Moder und das englische Wort mud, Schlamm. Hübsch, aber leider nur Spekulation. Bleibt die Möglichkeit eines Personennamens. Geht Muttenz allenfalls zurück auf einen Mann, der einst hier siedelte und sich Muttentius nannte? Auch das wissen wir nicht. Manchmal ist Wissenschaft unbefriedigend. Aber: Dass sie vieles nicht erklären kann – genau das macht sie glaubwürdig und stark.









