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Sonntag, 14. Juli 2019

Ferien gibts nur ausnahmsweise

Eine englische Fabrik in der zweiten Hälfte
des 19. Jahrhunderts. (Wikicommons)
Im "Willisauer Boten" war kürzlich auf einer Seite zu 125 Jahren Luzerner Gewerbeverband die Arbeitsordnung der Luzerner Firma "Bell" von 1870 abgedruckt. Schade, dass nicht mehr zu diesem Unternehmen gesagt wurde, um die Grossmetzgerei Bell handelt es sich wohl nicht, die war damals Basel-zentriert. Aber jedenfalls las ich das faksimilierte Dokument mit Interesse. Hier vier von 15 Punkten aus der Arbeitsordnung:
  • "Bedingt durch massive Verkürzung der Arbeitszeit hat das Personal nur noch an Wochentagen zwischen 6 Uhr vormittags und 6 Uhr nachmittags anwesend zu sein. Der Sonntag dient dem Kirchgang."
  • "Im Winter wird empfohlen, dass jedes Mitglied des Personals täglich Anfeuerholz und 4 Pfund Kohle mitbringt."
  • "Weibliche Angestellte haben sich eines frommen Lebenswandels zu befleissigen. Das Karisieren wird bestraft."
  • "Ferien gibt es nur in dringenden Fällen. Lohn wird in dieser Zeit nicht bezahlt."
NACHTRAG: Sonntag morgen, 5 Uhr 40. Blogleser Andrea Tonella liefert mir per Mail aus Luzern die Erklärung, um welches Unternehmen es sich handelt. Nämlich um die Maschinenfabrik Bell in Kriens. Vielen Dank, lieber Andrea!

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