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Sonntag, 22. November 2020

Von 20 auf 4

Ausserrhoden mit von links nach rechts Hinterland, Mittelland und Vorderland.
(Tschubby/Wikicommons)

Appenzell Ausserrhoden, meine Heimat, hat 20 Gemeinden. Manche davon sind klein und serbeln, das Steueraufkommen ist teilweise mies, es wird immer schwieriger, Leute für die kommunalen Ämtli zu finden. Handcheeromm ist da dieser Stolz auf die eigene Gemeinde, mit der man sich identifiziert. Kenne ich aus eigenem Fühlen. Seit einiger Zeit schwebt die Idee einer grundlegenden Reform durch den Kanton, wie sie in Glarus längst passiert ist, wo es heute nur noch drei Gemeinden gibt. Eine Volksinitiative will die Stelle in der Ausserrhoder Verfassung, in der die Gemeinden namentlich aufgezählt werden, streichen - es wäre die Voraussetzung für echten Wandel. Wie es hernach weiterginge, wäre Sache der einzelnen Gemeinden, es könnte zum Beispiel die Gemeinde A der Gemeinde B eine Fusion vorschlagen. Vor einiger Zeit ist nun die Regierung mit einem Gegenvorschlag aktiv geworden, sie will die Sache quasi von oben steuern und beschleunigen und schlägt drei Möglichkeiten vor. Die radikalste Variante wäre die: statt 20 nur noch 4 Gemeinden. Das verstädterte Herisau wäre eine. Die anderen drei Grossgemeinden würden entlang den Grenzen der alten, 1995 abgeschafften Bezirke Hinterland (Orte wie Urnäsch), Mittelland (Teufen) und Vorderland (Heiden) gebildet. Wies weitergeht: Ich bin sehr gespannt. Und um es klar zu sagen: Ich bin zwar eine sentimentale Natur, wenn es um solche Themen geht. Trotzdem finde ich, dass die Reform gut wäre. Was jetzt ist, hat keine Zukunft.

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