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Mittwoch, 13. Oktober 2021

Tabula Rasa

Die Kirche von Rasa.

Diesen schlicht-eleganten Palazzo würde ich gern bewohnen.
Rasa ist dieses Tessiner Dorf auf 900 Metern, das man nur per Seilbahn erreicht. Oder zu Fuss. Toll, dort oben hat man seine Ruhe, dachte ich im Vorfeld meiner Wanderung. Tatsächlich traktierte gestern ein Typ mit Gehörschutz neben dem Grotto ausgiebig seinen Garten mit dem Laubbläser. Trotzdem, Rasa ist toll, fand ich. Ich tat dort zwei Dinge. Ich besichtigte die Kirche, von deren Vorplatz man die steilen Waldhänge unter dem Pizzo Leone vor Augen hat. Und ich ging ins Grotto, trank einen Boccalino Merlot und ass Spaghetti Aglio e Olio – endlich einmal Aglio e Olio mit genug Knoblauch! Während des Essens fiel mir ein Kalauer ein, ob er lustig ist oder nicht, weiss ich nicht. Wie nennt man eine Mahlzeit in diesem unverschandelten Dorf? Jawohl, Tabula Rasa.

P.S. Wer auch Lust auf eine Rasa-Visite hat, muss sich sputen. Mitte November stellt die Seilbahn um von öffentlich auf privat, in der Wintersaison dürfen nur die wenigen Dorfbewohnerinnen und -bewohner sie nutzen. Auch mit Einkehren ist dann bis nächsten Frühling nichts mehr.

Blick von der Terrasse der Kirche in Rasa.

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